Erster Eindruck: Indian Summer von Uwe Rosenberg

Geschrieben von Daniel Krause.

Erster Eindruck: Indian Summer von Uwe Rosenberg

Auf dem Presseevent von Pegasus Spiele gabe es auch die Neuheiten “Indian Summer” von Uwe Rosenberg zum anspielen. Die Zeit war sehr begrenzt, so dass eine Partie nur ganz knapp durchgespielt werden konnte. Für einen ersten Eindruck reicht es aber vollkommen. Es hat Spaß gemacht.

Wie schon “Cottage Garden”, “Patchwork” oder auch “Ein Fest für Odin”, baut “Indian Summer” auf den bewährten Aspekt des puzzeln von verschieden geformten Teilstücken. Ziel ist es eine große Fläche zu bewalden. Zudem gibt es reichlich Waldtiere, die die Natur bevölkern wollen. Dieser funktioniert auch im zweiten Teil der Uwe Rosenberg Puzzle Triologie hervorragend. Trotz vieler Parallelen bietet das Spiel Eigenständigkeit und ist eine spielerische Fortsetzung des ersten Teils.
Anmerkung: Das Spielmaterial hatte noch Prototyp-Status. Das Spielmaterial der Verkaufsversion wird noch hochwertiger sein.

So funktioniert das Spiel

Jeder Spieler hat eine große Fläche vor sich ausliegen. Daneben befinden sich bis zu sechs zufällige Waldplättchen. Diese werden nach und nach auf das Spielfeld gepuzzelt. Jedes Bauteil hat runde Aussparungen. Diese sollten möglichst auf Ertragsfelder platziert werden, denn nur so kommen die Spieler an neue Bonusaktionen oder hochwertige Aktionen. Wird ein Teil geschickt gepuzzelt und bringt Ertrag, werden kleine runde Marker darauf gelegt. Das Spielfeld ist in Quadranten unterteilt. Wird ein Quadrant komplett bebaut, darf sich der Bonus genommen werden. Wer es schafft die runden Aussparungen aneinanderhängend zu platzieren darf aus der mittigen Auslage ein passendes Tier wählen und damit für “abgeernteten” Rohstoffe ein zweites mal den Ertrag einfahren.

Erster Eindruck: Indian Summer von Uwe Rosenberg

Der Ertrag hat folgende Erffekte:

Beeren
Die Beeren füllen die eigene Auslage wieder auf. Dies ist eine Sonderaktion, die neben der eigentlichen Aktion ein Teil zu platzieren verwendet werden darf. Der runde Marker wird dazu am Ende abgeworfen.

Nüsse
Wer kein passendes Teil legen kann, dar ein Eichhörnchen in seinem Wald platzieren. Das ist eine Aktion. Alternativ, dürfen für Nuss-Marker Eichhörnchen ohne Aktion als Sonderaktion verwendet werden.

Erster Eindruck: Indian Summer von Uwe Rosenberg

Pilze
Pilze sind meistens was? Genau! Ungenießbar… So bieten Pilze eine etwas giftige Aktion. Spieler können anstatt ihrer Hauptaktion einen Pilz abgeben und sich dann zwei Teile von Mitspielern nehmen. Einzige Einschränkung: Die Teile müssen neben dem Rucksack / der Spielübersicht liegen.

Federn
Federn sind am seltensten. Sie gibte es nur sehr wenig. Dafür ergibt sich durch die Abgabe eines Markers eine federleichte Aktion, die es gleich ermöglicht zwei statt einem Teil aus der eigenen Auslage zu platzieren. Natürlich anstatt der Hauptaktion.

Erster Eindruck: Indian Summer von Uwe Rosenberg

Fazit

Es wird deutlich, dass die Ankündigung von Uwe Rosenberg zutrifft. Das Spiel ist eindeutig komplexer als der Vorgänger. Es ist dennoch für Familien spielbar. Wer ein strategisches Köpfchen hat, kann das Spiel recht schnell meistern. Im Test hat es ein Spieler in 40 Minuten geschafft zu gewinnen - also alle Flächen abzuschließen - inklusive Erklärung. Ich wäre eine Runde später fertig geworden.

Die Spielrunde hat Spaß gemacht und jeder ist auf seinen Spielspaß gekommen. Die Regeln sind leicht verständlich. Wer den Vorgänger gespielt hat findet sich schnell zurecht. Gefühlt bietet sich jeder Runde ein oder zwei bestmögliche Aktionen, die es sinnvoll nutzen zu gilt.

Negativ anzumerken gibt es die geringe Interaktion mit anderen Spielern. Jeder puzzelt mehr oder weniger vor sich her. Das ist ein Punkt der einigen Spielern durchaus wichtig ist.

Wer Uwe Rosenberg Spiele mag und Cottage Garden nur ein wenig mochte, sollte sich das Spiel auf jeden Fall anschauen. Es ist ein toller Titel, den man sich mal anschauen sollte. Die Grafik ist ausgesprochen anders als übliche Spieldesigns und bietet auch im zweiten Teil einen eigenständigen Look, trotz ähnlichem Szenario.

Bilder zum Spiel