Heaven & Ale von eggertspiele - erster Eindruck

Geschrieben von Daniel Krause.

Heaven & AleHeaven & Ale von eggertspiele - erster Eindruck

“Heaven & Ale” ist das neue Werk von Michael Kiesling und Andreas Schmidt. Es richtet sich klar an Vielspieler, die Lust auf Bier brauen und Klostergärten haben. Bei einem Pegasus Pressevent gab es die Möglichkeit einen Prototypen mit finaler Grafik anzuspielen. Der erste Eindruck ist sehr gut.

Nach einem langen Tag mit mehr als acht verschiedenen Spielen landete “Heaven & Ale” auf dem Tisch. Bei der Spielerklärung durch einen Mitarbeiter von eggertspiele war es demzufolge schon schwer sich noch zu konzentrieren. Da nur noch ca. 50 Minuten zur Verfügung standen um das Spiel zu erklären und anzuspielen konnten im Testspiel nur an der Oberfläche gekratzt werden. Trotzdem war der erste Eindruck schon sehr gut.

Das Spielfeld liegt in der Tischmitte. Es sind dort auf einer Leiste Rohstoffe, Mönche und Wertungsmarker ausgelegt. In der Mitte der Auslage, um die die Leiste rund herum führt, liegen Fässer aus. Diese können im Laufe des Spiels produziert werden. Zusätzlich hat jeder Spieler ein eigenes Tableau vor sich ausliegen. Dort gibt es Marker für jede Rohstoffart und einen Braumeister. Die in einer vertikalen Leiste untereinander angeordnet sind. Am oberen Rand geht diese Leiste dann in eine Punkteleiste über.

Heaven & Ale von eggertspiele - erster Eindruck

Das Wertungssystem ist dabei besonders außergewöhnlich. Nur der Wert des am wenigstens weit gezogenen Rohstoffmarkers zählt am Ende. Dafür dürfen andere Rohstoffe am Spielende 2:1 getauscht werden was den letzten Marker noch etwas nach vorne bringen kann. Zusätzlich sollte der Braumeister möglichst weit nach vorne gezogen worden sein, da er der Multiplikator der Punkte ist. Durch diese Wertungsmethode haben die Spieler verschiedene Möglichkeiten zu punkten. Zudem kann im Spiel noch Bier gebraut werden, was am Ende zusätzliche Punkte bringen kann. Die Bedeutung der Fässer wurde in der kurzen Zeit nicht mehr erklärt, deswegen kann ich dazu nichts weiter sagen.

Neben den Wertungsleisten hat das eigene Tableau einen großen Garten, in dem das Saatgut für die Rohstoffe gepflanzt wird. Wie in vielen Gärten gibt es auch hier eine Seite, die besonders sonnig ist und eine, in der viel Schatten vorherrscht.

Das Saatgut erhalten die Spieler, indem sie nacheinander auf eine beliebige freie Stelle auf der Laufleiste springen. Das funktioniert ähnlich wie in “Glen More”, nur dass hier Rohstoffe, Mönche oder Wertungsmarker verwendet werden. Es ist wichtig, dass das Geld zur Verfügung steht, um das Saatgut zu kaufen und zu pflanzen. Jeder Marker hat eine aufgedruckte Zahl. Will man sie nun im Garten einpflanzen bezahlt man auf der schattigen Seite den aufgedruckten Wert an Geld und platziert in. Auf der sonnigen Seite ist das Arbeiten aufwändiger, weil der Boden trockener ist. Deswegen kostet es die doppelte Menge. Auch für Mönche gilt dass, weil sie lieber im Schatten arbeiten, wollen sie etwas mehr entlohnt werden, für das Arbeiten in der Sonne.

Heaven & Ale von eggertspiele - erster Eindruck

Ist rund um eine Scheune alle zugebaut, wird eine Wertung ausgelöst. Diese richtet sich nach dem Zahlenwert aller im Kreis befindlichen Marker. Ist die Zahl hoch, wird viel gewertet, ist sie niedrig, darf der Braumeister weiter bewegt werden. Die Teile auf der Sonnenseite bringen Bewegungspunkte für die jeweiligen Rohstoffe. Auf der Schattenseite bringen sie hingegen Geld als Einnahmen entsprechend der gewerteten Plättchen.

Wenn ein Spieler eine Wertung über die Laufleiste ausführt, werden entweder Mönche, eine Rohstoffart oder eine Zahl gewertet. Diese bringen dann ebenfalls wieder Geld oder Bewegungspunkte.

Hier wartet auf Vielspieler eine echter taktischer Leckerbissen. Optisch ist das “Heaven & Ale” wie Fenster aus einer Kirche oder einem Kloster gestaltet. Das gibt dem Spiel einen ganz eigenen besonderen Stil. Spielerisch bietet es viel Tiefgang und Optimierungsmöglichkeiten in der angewendeten Taktik. Einen Aspekt des Spiels - die Fässer - konnte ich noch gar nicht berücksichtigen, aus erklärten Gründen.

Das Spiel sollte man sich auf der Spiel 2017 in Essen dringend anschauen oder am besten gleich schon vorbestellen.

Bilder zum Prototypen