Der Pate - Corleons Imperium: angespielt beim Asmodee Presse-Event

Geschrieben von Daniel Krause.

Der Pate - Corleons Imperium: angespielt beim Asmodee Presse-Event

Am ersten Tag der der Internationalen Spieletage Spiel ‘17 in Essen lud Asmodee Pressevertreter zu einem mehrstündigen Anspiel-Event. Bei dieser Gelegenheit kam “Der Pate” auf den Tisch. Plötzlich stand Eric Lang hinter uns und bot bei Regelfragen seine Hilfe an. Das war jedoch (leider) nicht nötig, da die Regeln recht schnell verinnerlicht waren.

Die Spielvorbereitung sind recht schnell gemacht. Jeder Spieler erhält sechs Geld, zwei Gangster (viereckiges Plateau), einen Boss (rundes Plateau) und eine Metallbüchse, in der Karten gelagert werden können. Weitere eigene Figuren werden auf die Runden-Felder drei und fünf gestellt. Dann werden die Auftrage gemischt, entsprechend der Spielerzahl am Spielfeldrand ausgelegt, Waffen Blutgeld, Alkohol, Jokerkarten werden als Vorrat bereitgelegt, Chrakterkarten / Hilfskarten werden am unteren Rand des Spielplans ausgelegt und zusätzlich erhält jeder noch zwei zufällige Aufträge - Das Spiel kann beginnen.

Der Pate - Corleons Imperium: angespielt beim Asmodee Presse-Event

Spielablauf

Eine Runde besteht immer aus fünf Phasen. In der ersten Phase kommt ein neues Geschäft auf den Spielplan.

In der zweiten Phase platzieren die Spieler reihum ihre Figuren auf dem Spielfeld. Die Bosse mit den runden Tableaus erpressen alle im angrenzenden Gebieten befindliche Geschäft und erhalten dafür die Boni, wie weitere Aufträge, Waffen, Alkohol, Schutzgeld oder können einen Geldwäscher konsultieren um Geld in den eigenen Koffer zu transferieren. Die Gangster hingegen können nur ein bestimmtes Geschäft erpressen und werden darin platziert. Sie erhalten danach den Ertrag des Geschäfts (Waffen, Alkohol, Auftragskarte etc.). In dieser Phase können Aufträge erfüllt werden in dem dafür benötigten Rohstoffe abgegeben werden. Das gibt einem meistens Geld und andere Boni, wie zum Beispiel einen feindlichen Gangster oder Boss zu erschießen. Wer alle Figuren platziert hat passt und wartet, bis alle Figuren aller Spieler platziert sind.

Der Pate - Corleons Imperium: angespielt beim Asmodee Presse-Event

In der dritten Phase werden die Mehrheiten gewertet. Pro Gebiet werden die Gangster mit angrenzenden Bossen addiert. Derjenige, der die Mehrheit hat platziert einen Marker in das vorgesehene Feld. Wer den obersten Marker in einem Gebiet liegen hat, partizipiert von den erpressten Geschäften in der zweiten Phase.

Die vierte Phase ist zum Bieten um die Extrakarten, die am unteren Rand des Spielfeld liegen. Dabei darf nur Geld verwendet werden, was schon in der Metallbox gelandet ist. Wer am meisten bietet, darf sich als erster eine Karte wählen und so weiter.

Die letzte Phase ist ganz simpel: Die Kartenhand wird auf fünf reduziert. Alle überzähligen Karten dürfen nach eigener Entscheidung abgeworfen werden.

Fazit

Auf das Spiel war ich schon lange gespannt und fand es gut die Gelegenheit wahrzunehmen “Der Pate” endlich mal anzuspielen. Das Spiel war deutlich besser, als ich es erwartet hätte. Die Runden gehen angenehm schnell, es kommt zu Schießereien, die es immer taktisch einzusetzen gilt. Die erschossenen Gegner werden in den Fluss geworfen und dürfen für die Runde nicht mehr verwendet werden. Wer das verinnerlicht, versteht schnell, dass Spiel ist nicht zur Freundschaftspflege geeignet. Nur wer skrupellos jeden Gegner aus dem Weg schafft und sich Mehrheiten sichert, hat die Chance zu gewinnen.

Gleichzeitig muss auch bedacht werden, die wichtigen Aktionen zu sichern, bevor ein anderer Spieler es macht und den Platz versperrt. Hier muss immer abgewogen werden, ob eine Figur für die Mehrheit oder doch besser für die Aktion platziert wird, im idealfall ist beides zu schaffen.

Außerdem muss geschaut werden, das zum Spielende die Mehrheiten erreicht werden können. Mehrheiten sind bei den unterschiedlich farbigen Aufträgen und in den Gebieten relevant. Zusätzlich zählt das in der Metallbox gesammelte Geld.

Das Spiel hat zwar Miniaturen wie bei CMON üblich, jedoch sind diese nur edle Beigabe für ein sehr gutes Spiel. Im Prinzip hätte es sie nicht gebraucht und die Produktionskosten sowie der Verkaufspreis hätten niedriger ausfallen können. Schade ist, dass die Rohstoffkarten doch recht lieblos gestaltet sind. Da hätte ich bei dem Preis mehr erwartet.

Das ändert aber nichts daran, dass ich “Der Pate” jederzeit wieder spielen würde und es auch unbedingt will. Hier wird ein edles Spiel mit unerwartet tollen Spielspaß angeboten. Unbedingt mal anschauen!

Bilder zum spiel