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TEST // Zombicide: Friends and Foes

TEST // Zombicide: Friends and Foes

Mit den Erweiterungs-Boxen für „Zombicide“ ist es immer so eine Sache. Mit einem Preis von rund 50 € fallen die Anschaffungskosten in ein Segment, in dem sich zahlreiche Vollspiele befinden. Beim Gegenwert, den man für sein Geld bekommt, fühlt es sich dann teilweise so an, dass es ruhig ein bisschen mehr Spiel hätte sein dürfen. Auch bei „Zombicide: Friends and Foes“ habe ich gemischte Gefühle hinsichtlich der Frage, ob ich diese nun empfehlen würde oder nicht. Doch kommen wir erstmal zu den positiven Punkten.

Bei den neuen Helden haben mir vor allem der Halb-Ork Kabral und die kampferprobte Diebin Katelyn gefallen. Kabral lässt sich durch seine Fähigkeiten zu einem sehr guten Nahkämpfer mit einigen interessanten Möglichkeiten aufbauen, währen Katelyn vor allem durch ihre Unterstützungsfähigkeit zu gefallen weiß. Die Gefährten bieten einige neue Möglichkeiten. Vor allem die zusätzlichen Würfel beim Kampf und die Möglichkeit, ansonsten nicht einsehbare Bereiche sehen zu können, sind Gold wert. Die verdorbenen Varianten von Schlurfern und dem Monstrum sind besonders fiese Varianten der Zombies und ohne entsprechende Schutzausrüstung, die allerdings erst gefunden werden muss, sollte ein Angriff im Nahkampf besser nicht in Erwägung gezogen werden. Soweit, so gut. Aber kommen wir nun zu den Minuspunkten.

Die anderen beiden neuen Überlebenden Doran und Solveig haben kaum etwas zu bieten, das andere Überlebende nicht bereits mitbringen. Sie sind für mich nur Verbreiterung in der Masse, ohne wirklich einen Mehrwert zu bieten. So gut die Gefährten auch sind, sie sind teils doch sehr mächtig durch ihre Boni und können „Zombicide“ dadurch vielleicht sogar ein wenig zu leicht machen. Vor allem da alle Helden gleich zu Beginn mit ihrem eigenen Gefährten losziehen. Die verdorbenen Schlurfer sorgen im Grunde dafür, dass der ohnehin schon eher weniger stattfindende Nahkampf noch ein Stück weiter in den Hintergrund gerät. Ist es ohne sie in der Regel schon besser, aus der Ferne anzugreifen, wird es durch sie fast schon zur zwingenden Notwendigkeit. Die zusätzlichen 10 Missionen bieten einen soliden Standard an Aufgaben, ohne dabei allerdings groß Akzente zu setzen. Wobei die Reihe ohnehin noch nie dadurch aufgefallen ist, besonders episch angelegte Aufgaben zu stellen. Es ist das übliche „Finde dies….“, „Entkomme bei…“ oder „Töte X…“.

Hinsichtlich der Erweiterung, kann „Zombicide: Friends and Foes“ sowohl mit „Zombicide: Black Plague“ als auch „Zombicide: Green Horde“ verwendet werden. Im Idealfall liegen beide Basisspiele vor, wodurch eine sehr stattliche Ansammlung aus Überlebenden und Zombies zum Spielen zur Verfügung steht und für abwechslungsreiches Untoten-Massaker sorgen dürfte. Kombiniert mit lediglich „Zombicide: Black Plague“ bzw. „Zombicide: Green Horde“ fallen im Grunde jeweils 5 Missionen weg, da die entsprechenden Kartenteile fehlen. Steht nur „Zombicide: Black Plague“ zur Verfügung ergibt sich das Problem, dass die Tribok fehlt und zudem die Horde-Regel wegen weniger Horde-Karten nur recht dünn genutzt werden kann. Beim Einsatz mit lediglich „Zombicide: Green Horde“ greift alles wunderbar ineinander und das einzige, das fehlt, sind die vorgegebenen Kartenteile aus „Zombicide: Black Plague“. Im Grunde ist es aber auch immer eine Option die fehlenden Kartenteile durch möglichst ähnliche Teile zu ersetzen und ggf. fehlende Mauern z.B. durch Absperrungen zu ersetzen.

Am meisten Freude an der Box dürften vor allem Gelegenheitsspieler haben, die gerne ihre Überlebenden stärken wollen. Durch die Gefährten erhalten sie die Möglichkeit, direkt verstärkt starten zu können. Vielspieler, die ohnehin schon finden, dass „Zombicide“ teils zu leicht ist, sollten die Gefährten besser unter die Ausrüstungskarten mischen. Letzten Endes ist „Zombicide: Friends and Foes“ eher keine Erweiterung, die jeder unbedingt haben sollte. Im Wesentlichen bietet sie ein wenig Varianz für die Überlebenden, eine weitere Variation an Gegnern und ein bisschen neue Ausrüstung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Kann für „Zombicide: Friends and Foes“ nun am Ende eine Kaufempfehlung ausgesprochen werden? Rein vom Preis-/Leistungsverhältnis betrachtet eher nicht. Am spielerischen Gegenwert gemessen würde ich die Erweiterung irgendwo um die 30€-35 € einordnen und wer die Erweiterung zu diesem Preis bekommen kann, sollte ruhig zugreifen. Umso weiter sich der Preis davon entfernt, umso mehr würde ich es mir überlegen, ob es das Geld wirklich wert ist.

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Bilder zum Spiel

Tags: Zombicide, Zombies, 1-6 Spieler, Miniaturen, Variable Helden-Fähigkeiten, Fantasy, Würfelspiel, Kooperativ, Solospiel

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