TEST // Newton

TEST // Newton

 

Newton 12Das Spiel ist einfach unbeschreiblich. Wortwörtlich ist es extrem schwer hier in einem überschaubaren Rahmen auf alle Regeln einzugehen. Daher ist es unmöglich in der oben kurz gehaltenen Rezession alle Regelfragen im Detail zu erläutern. Das Spiel bietet viele Optionen und Möglichkeiten seine Strategie festzulegen. Jedes Spiel ist optional neu aufgebaut. Alle Bonusplättchen werden zufällig auf den Tableaus ausgelegt und bieten so für jedes Spiel neue Voraussetzungen und neue Ziele auf dem Tableau.

Das Spiel ist an sich nicht schwer und auch relativ einfach erklärt, dennoch sehr umfangreich. Somit gehört es meiner Ansicht nach klar in die Ecke der Kennerspiele/Expertenspiele. Die unterschiedlichen Aktionen sind im Einzelnen überschaubar, doch im Ganzen für den einen oder anderen zu viel. Gerade die große Anzahl an unterschiedlichen Symbolen auf den Karten und Bonusplättchen müssen öfter nachgeschlagen werden. Diese sind aber sehr ausführlich im hinteren Bereich der Anleitung beschrieben.

Newton 13Wie bereits oben beschrieben ist das Spiel sehr vielschichtig und variable, daher ist es umso trauriger, dass sich das ganze Spiel letztendlich nur um das Buchregal dreht. Sicher ist es erforderlich paar Schritte auf dem Reiseplan zu tätigen, da sonst Voraussetzungen für das Bücherregal nicht erfüllt werden können. Hier muss aber bereits zu Beginn des Spiels eine Strategie im Kopf vorhanden sein, da das füllen des Buchregals ein extrem wichtiger Punkt im Spiel ist. Daher ist es nicht selten, dass gerade zum Anfang alle dieselbe Strategie fahren wollen, da die Städte gut liegen und alle in die gleiche Richtung reisen möchten. Das wird zum Glück dadurch geschwächt, dass nur der erste Spieler der ein kleines Bonusfeld erreicht diesen Bonus erhält.

Auch wenn in meiner Gruppe nicht alle der gleichen Meinung waren, empfand ich das Spiel sehr schön gestaltet. Selbst die Rückseiten der Spielpläne sind mit einer Grafik versehen. Es  wirkt lediglich etwas überladen und trotzdem trotzdem finden sich die SpielerInnen schnell zurecht.

Newton 20Das Thema wurde gut in der Anleitung angeschnitten und fügt sich gut in das Spiel. Leider kommt die Physik oder Naturwissenschaft einfach kaum durch. Würde das Spiel Einstein heißen so würde man auch die Relativitätstheorie erwarten e=mc². Wir beschäftigen uns zwar mit Büchern, Universitäten und den Studien neuer Technologien aber das würde auch auf vieles gestülpt werden können. Gerade der Technologieplan hat kaum was Thematisches. Es befinden sich viele Plättchen auf dem Spielfeld und es wird hier vom Technologiebaum gesprochen doch sammele ich hier nur Boni ein. Unter einem Technologiebaum verstehe ich den aus PC Spielen typischen TechTree, unten eine niederwertige Farm und oben angekommen der super moderne Bauernhof. Dieses Beispiel natürlich thematisch umgesetzt auf Newton. Daher ist der Technologiebaum meiner Meinung nach ein netter Mechanismus, der gut funktioniert aber thematisch durchgefallen ist.

Außerdem ist die Interaktion unter den Spielen sehr gering. Diese ist begrenzt auf das Nutzen und wegschnappen der Bonusplättchen oder das wegkaufen der Karten in der Auslage. Hier ist leider wenig Schadenfreude im Spiel.

Schnellfazit

Das Spiel ist aus meiner Sicht super. Es bietet für Tüftler und Optimierer viele Möglichkeiten zur Steuerung des Spiels. Die Grundregeln sind leicht zu verstehen und alle Spielmechanismen passen gut ineinander. Lediglich die Interaktion unter den Spielern könnte mehr sein. So nun muss ich aber auch weiter… einer muss ja schließlich den Fluxkompensator endlich mal erfinden.

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Newton Wertung

 

Bilder zum Spiel

Tags: 1-4 Spiele, 90 Minuten, Handmanagement, Eurogame, Strategie

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