TEST // NATIVES

TEST // NATIVES

Zunächst will ich positiv hervorheben, dass das Spiel tatsächlich politisch korrekt NATIVES – DEIN STAMM genannt wurde. Denn wie wir alle wissen, ist die Bezeichnung Indianer historisch einfach nur falsch. Leider ist die Aufmachung des Covers unspektakulär. Doch gerade mit diesem Thema lässt sich die Spannung auf das Spiel heben, indem man das klassische Bild eines der geprägten Westernfilme widerspiegelt oder wäre das politisch unkorrekt? Oh je, schweres Thema.

Kommen wir zum Spiel! Im Grunde handelt es sich hier um ein 2-4 Personen Kartenspiel, welches sich absolut einfach erklären und auch in jeder Gruppe spielen lässt. Die Mechanik des Spiels beläuft sich auf „Drawfting“ und „Building“. Du suchst nach neuen Stammesmitgliedern und setzt diese gezielt ein. Dadurch erhältst du am Ende mehr Erträge und somit mehr Siegpunkte.

 

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Natürlich liegen die Karten nicht immer perfekt und gerade in einer 4 Personen-Runde muss nicht selten die Entscheidung getroffen werden, ob ein neues Stammesmitglied wichtiger ist als ein Bison mit 4 Punkten zu jagen. So passiert es natürlich häufig, dass die Karten, die einem gerade nützlich erscheinen, vom Gegenspieler vor der Nase weggeschnappt werden. Wie Ihr seht, gehört zum Spiel neben dem taktischen Geschick und dem perfekten Timing auch ein kleines bisschen Schadenfreude.

Die Grafik der Karten ist Geschmackssache. Ich persönlich störe mich nicht an dem Stil und mag die schlichte, nicht überladene Aufmachung. Die Texte auf den Karten führen manchmal zur Downtime, da oft der Satz fällt „Was macht die Karte noch gleich? Gib mal Rüber“. Jeder der Stammesmitglieder wurde mit einem eigenen Namen bedruckt, doch wirkt sich dies nicht auf das Spiel aus. Ich persönlich fände es aus taktischer Hinsicht auch interessant, dass das Stammesmitglied „Scheues Reh“ nicht so gut im Kundschaften oder Jagen wäre, wohingegen das Stammesmitglied „Starke Katze“ einfach ein 2+ Bonus auf Jagen erhält. Schließlich lässt der Name doch Rückschluss auf den Charakter zu oder nicht?

Letztendlich bekommt das Spiel erst seinen Reiz bei 4 Spielern. Denn bei der 2-Spielervariante bleiben alle Karten im Deck und an die 40% der Karten (andere Stammesmitglieder) sind für uns unbrauchbar und können im besten Fall gefangen genommen werden. Bei der Spieldauer von ca. 30 Minuten eignet sich NATIVES gut für den Einstieg oder als kleiner Absacker. Es ist kein schlechtes Spiel und mit den zusätzlichen Erweiterungen lässt es sich abhängig von der Gruppe spannender gestalten.

 

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Bilder zum Spiel

Tags: 30 Minuten, 2-4 Spieler, Kartenspiel

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