TEST // DER KARTOGRAPH

TEST // DER KARTOGRAPH

In unserer Spielrunde kam DER KARTOGRAPH ausnahmslos gut an. Der Autor hat es geschafft, aus der zuletzt überstrapazierten Roll&Write-Spielmechanik in erfrischender Weise ein Draw&Write-Konzept zu entwickeln, welches frisch und unverbraucht wirkt. Das Spiel ist aufgrund der einfachen und gut vermittelten Regeln sehr zugänglich und auch für Gelegenheitsspieler geeignet. Auch wenn der Pegasus-Verlag das Spiel in die Kennerspielsparte einordnet, sehen wir vielmehr ein gehobenes Familienspiel, dessen Komplexität sich vorwiegend aus den variablen Wertungsmöglichkeiten ergibt. Die Möglichkeit, die MitspielerInnen durch Monsterangriffe zu ärgern, verleiht dem Spiel ein Mindestmaß an Interaktion und einen angenehmen Ärgerfaktor.

Aufgrund der stets wechselnden Wertungsvoraussetzungen spielt sich DER KARTOGRAPH in jeder Partie ein wenig anders und sorgt auf diese Weise für eine erfreulich hohe Langzeitmotivation. Durch die geringe Spieldauer von rund 30 Minuten pro Partie findet das Spiel regelmäßig den Weg auf den Tisch.

 

kartograph 25

 

DER KARTOGRAPH bietet zudem dank seiner Konstruktionsweise genügend Raum für zusätzliche Erweiterungen. Neue Landkarten, Landschaftsarten und Landschaftsformen sowie neue Wertungsvoraussetzungen sind denkbar und ließen sich nahtlos in das Grundspiel integrieren.

Die Mini-Erweiterung wurde in unserer Spielrunde einhellig als „nett“, jedoch nicht notwendig angesehen, da es meistens recht offensichtlich ist, ob und wann man eine bestimmte Fähigkeit nutzen sollte. Im Vordergrund stand hier vielmehr die Frage, ob man die erforderliche Anzahl Münzen besitzt. Einen strategischen Mehrwert empfanden wir jedoch nicht.

Für uns gehört DER KARTOGRAPH in der Nachschau zur Messe 2019 zu den besten Spielen des Messejahrgangs.

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Bilder zum Spiel

Tags: 1-100 Spieler, 30-45 Minuten, Muster bilden, Solospiel, Strategie

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