TEST // CONTACT

TEST // CONTACT

Verfasst von Danijel Strelar am .

Gemeinsam mit euren Teamkammeraden untersucht ihr als Forscher des Unbekannten die Weiten des Universums. Bisher erfolglos! Doch nun wurde ein eindeutiges Signal entdeckt! Ist dies das Zeichen einer fremden intelligenten Spezies? Entschlüsselt in diesem nonverbalen, kooperativen Kommunikationsspiel die geheimen Signale und folgt der Spur bis zur Quelle.

 

infos zum spiel

Das Spiel wurd BSN gestellt.
Auf unsere Bewertung hat das keinen Einfluss.

 

Ganz schön viel los im Weltall

 

Auf einer Fläche von 40 x 40 cm werden 18 Planeten wahllos mit der Rückseite nach oben auf dem Tisch ausgebreitet. Mittig des Systems wird die Erde platziert. Unsere aktuelle Position wird mit der Raketenfigur dargestellt, die Reise beginnt auf der Erde. Neben dem Spielplan werden die Planetenkarten, Signalkarten (Punktekarten) und Treibstoffmarker (Lebenspunkte) bereitgelegt.

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Zunächst muss der Schwierigkeitsgrad abgestimmt werden. Je mehr Zielplaneten angeflogen werden können, desto schwieriger wird das Spiel. Somit lässt sich der Schwierigkeitsgrad leicht variieren. Bei einem mittleren Schwierigkeitsgrad (3) werden vor Spielbeginn drei Planetenkarten vom Stapel gezogen. Die entsprechenden Planeten werden in der Tischmitte umgedreht.

Der aktive Spieler schlüpft in die Rolle der Quelle und ist die einzige Person, die weiß, woher das nächste Signal stammt und versucht, die Crew (der Spieler rechts von der Quelle) auf den nächsten Planeten zu lotsen. Hierfür zieht die Quelle eine weitere Karte von dem Planetenstapel und dreht diesen Planeten in der Tischmitte um. Alle vier gezogenen Planetenkarten werden durchgemischt, wovon die Quelle eine Karte verdeckt zieht. Dies ist der Planet, der von der Crew angeflogen werden muss. Zudem wird eine Signalkarte (Punkte) umgedreht. Wird der Zielplanet erreicht, so erhalten die Spieler die Punktekarte.

 

Signale übermitteln! Aber bitte nicht reden!

 

Die Quelle muss nun gedanklich den Flug der Rakete nachspielen und die Zeitdauer des Fluges mittels Handheben übermitteln. Dies bedeutet, die Quelle legt die Hand flach auf den Tisch. Startet die Rakete, so hebt die Quelle die Hand und senkt diese bei der Landung. Nun ist die Crew an der Reihe die Flugbahn zu rekonstruieren und den Zielplaneten zu finden. Natürlich sind die Flüge mit kleinen Regeln behaftet. Ein Flug muss immer in gerader Linie erfolgen und darf keinen anderen Planeten überfliegen. Jedoch darf eine Zwischenlandung erfolgen, welches durch kurzes Senken und wieder Heben der Hand signalisiert wird.

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Es darf jeder Planet angeflogen werden, der sich in der Tischmitte befindet, sogar die nicht umgedrehten Planeten. Dies bedeutet, dass es vorkommen kann, dass ein Planet z.B. über 4 kurze oder einen langen Flug erreicht werden kann. Dies ist dann von der Quelle zu entscheiden, welcher Weg für die Crew am leichtesten zu rekonstruieren ist. Denn nur eins ist für die Crew bekannt. Es kann nur einer der 4 umgedrehten Planeten als Zielplanet in Frage kommen.

Haben die Spieler den richtigen Planeten erreicht, so erhalten sie die oben erwähnte Punktekarte und der nächste Spieler ist die Quelle. Der Ablauf wird über 12 Runden wiederholt, bis alle Punktekarten eingesammelt wurden, oder das Spiel endet vorzeitig bei Abgabe des letzten Treibstoffmarkers.

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Sollte die Crew das Ziel nicht erreichen und einen falschen Zielplanet anfliegen, so wird die Punktekarte abgelegt und ein Treibstoff abgegeben. Der nächste Spieler hat die Möglichkeit, die Route nachzuvollziehen und den Zielplaneten zu erreichen. Die Crew hat 6 mögliche Fehlversuche, andernfalls ist die Mission gescheitert und das Spiel ist sofort vorbei.

 

Praktisch, handlich, klein

 

Das Spiel beinhaltet 33 Spielkarten, 24 Planetenplättchen, 7 Holzmarker, 1 geheimnisvollen Briefumschlag (mit Inhalt) und 1 kurze Anleitung. Alles in allem ist es sehr handlich und praktisch, insbesondere für Reisen, mit einem kleinen Inlay aus Pappe ausgestattet. Das Material ist in üblicher guter Qualität und minimalistisch gehalten und kommt ohne Text sehr gut aus. Der geheimnisvolle Umschlag darf erst bei Erreichen aller 12 Siegpunktkarten geöffnet werden. Da dies kein Spoiler werden soll, schweige ich über den Inhalt.

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Die Anleitung ist kurz und präzise gehalten und beinhaltet eine weitere Spielvariante für Profis, wenn einem das Spiel auf Dauer zu leicht, schwer oder langweilig wird.


CONTACT – SIGNALE AUS DEM WELTALL ist ein nettes nonverbales kooperatives Kommunikationsspiel, welches im Schnitt 20 Minuten dauert. Im Gegensatz zu anderen ähnlichen Spielen wie The Mind ist hier ein Spieler die Quelle, ein weiterer Spieler stellt die CREW dar. Spielen weitere Spieler mit, so schauen diese von der Seite zu und müssen warten, bis der Planet angeflogen wurde und die nächste Runde beginnt oder der aktuelle Spieler den Zielplaneten vergeigt. Durch die „Wartezeit“ geht das kooperative Teamgefühl ein wenig unter. Sehr positiv zu erwähnen ist aber, dass die Schwierigkeitsstufe leicht angepasst werden kann. Entweder wird die Spielfläche vergrößert und die Planeten werden weiter auseinandergelegt oder vor Spielbeginn werden weniger Karten aufgedeckt. Dadurch ist das Spiel für alle Generationen sehr gut spielbar.

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In meinen Spielrunden haben sich unterschiedliche Meinungen gebildet. Viele waren sich erst einmal unsicher und haben nicht verstanden, wie anhand von subjektivem Handheben erahnt werden soll, welcher Planet gemeint ist. Wobei geübte Spieler diesen Effekt bereits von Spielen wie The Mind kennen. Nach ein, zwei Runden stellt sich bei allen das gleiche Zeitgefühl ein. Jeder Spieler weiß dann, wie lange die Hand für eine nur ein paar cm lange Flugstrecke gehoben werden muss. Nun gilt es, nur noch die richtige Flugroute zu erahnen. Hierzu muss natürlich die Quelle eine eindeutige Route wählen, denn wenn mehrere Planeten gleiche Entfernungen besitzen, wird es schon schwierig, die richtige Route zu lokalisieren.

Einige Mitspieler waren begeistert und wollten gleich noch einmal spielen. Andere hingegen konnten mit diesem Spiel absolut nichts anfangen. Dies liegt nicht an dem Schwierigkeitsgrad, sondern viel mehr daran, dass sich der Ablauf wiederholt und kaum einen Anreiz für Vielspieler bietet.

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Das Thema ist gut gewählt und passt gut ins Weltall. Die Gestaltung ist stimmig und wurde sicherlich bewusst minimalistisch gehalten. In diesem Spiel soll ja gerade nicht geredet werden.

Alles in allem ist es ein nettes Spiel für zwischendurch und kann bei allen Spielgruppen, die auf kooperative Spiele stehen, auf den Tisch gebracht werden.

 

Wertung zum spiel

 

Bilder vom Spiel

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Tags: Nonverbal, Weltall, Deduktion, Science Fiction, 2-5 Spieler, Kooperativ

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