TEST // STAR WARS: OUTER RIM

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meinung zum spiel DK

Outer Rim ist in die Zeit zwischen Teil III und Teil IV der Reihe eingebettet, also in den Zeitraum, als die Rebellion noch in der Entstehung war. Daher sind auch Parallelen zur TV Serie STAR WARS REBELS zu finden. Kenner der Serie werden den Planeten Lothal entdecken oder sich freuen, wenn sie Hera Syndulla treffen, und wenn auch unter Umständen mit dem Ziel ein Kopfgeld einzustreichen und somit dem Imperium in die Hände zu spielen.

Nostalgisch wird es auch, wenn ein Spieler den Charakter Han Solo wählt und dann erstmals auf Chewbacca trifft, der sich natürlich als Crewmitglied Han Solo anschließt. Das lässt wohl keinen Fan der alten Trilogie kalt. Auch weitere bekannte Raumschiffe oder Protagonisten können in den Spielpartien wiedergetroffen werden.

Dieser Umstand zeigt, was in dem Spiel möglich ist, denn es handelt sich hier um ein analoges Rollenspiel, dass es den Spielern ermöglicht, ihre eigenen Wege inmitten der Star Wars Welt einzuschlagen.

 

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Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, geht es bei OUTER RIM vornehmlich darum, seinen Charakter mit dem Ziel, berühmt zu werden, zu entwickeln. Die spielerische Freiheit auf dem Weg dorthin ist grundsätzlich gut und macht viel Spaß. Mir persönlich haben die Partien viel Freude bereitet und immer wieder haben sich neue Dinge ergeben, die die Spielrunden haben einzigartig werden lassen.

Leider ist aus meiner Sicht die Anzahl der zur Verfügung stehenden Karten noch viel zu gering. Denn nachdem Karten immer wieder einmal gezogen worden sind, hat das Spiel – jedenfalls bei mir persönlich – etwas von seiner Faszination verloren, die sich in den ersten Runden entwickelt hatte. Obwohl viele Decks und viele Karten im Spiel sind, kann sich ein Déjà-vu-Effekt einstellen und den Spielspaß mindern.

Dies gilt noch mehr für die Kontakte, weil diese bei jedem Spiel identisch sind. Auch wenn sie zufällig ausgelegt werden, sorgt die geringe Abwechselung nach einigen Partien für etwas Tristesse. Hier besteht also ein Bedarf für eine Erweiterung, die den Wiederspielwert erhöht: durch neue Kontakte und mehr Karten und Ereignisse.

 

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Insgesamt ist dies aber Jammern auf hohem Niveau, denn das Spiel weiß gut zu unterhalten. Erst nach einigen Partien stellt sich eine gewisse Gewöhnung ein, bis dahin hat es aber schon viele spaßige Partien beschert.

Das liegt vor allem daran, dass sowohl im eigenen als auch im Spielzug der Mitspieler immer wieder Spannung aufkommt. Wenn eine Karte gezogen und abgehandelt werden soll, wartet selten etwas Gutes auf die Charaktere: Ein Würfelwurf kann über Gelingen oder Verlieren entscheiden oder es wird eine Karte aufgedeckt, die genau die falsche Patrouille in die eigene Richtung aufbrechen lässt. Der Faktor Glück lässt sich dabei durch bedachtes Vorgehen minimieren. Wer seine Rüstung aufbessert, bessere Waffen bei sich trägt oder ein besseres Raumschiff fliegt, der erhöht damit auch immer seine Chance, einen Kampf erfolgreich zu meistern oder sich später auch mit stärkeren Gegnern zu duellieren. Die Aufgaben sind dabei meistens gnädig und geben noch eine zweite oder dritte Chance, sofern noch Treffer vertragen werden können.

 

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Das Spiel lässt sich auch Solo spielen, was gut funktioniert. Seinen richtigen Charme kann das Spiel jedoch erst in der Gruppe entfalten.

Wer Star Wars mag und bereit ist, sich in einer Sandbox-Spielwelt seine eigenen Aufgaben zu suchen, damit zurecht kommt, nahezu ohne roten Leitfaden durch sich immer wieder verändernde Welten zu reisen und hier und da kleine Storys finden will, die aus der großen Filmwelt stammen, der wird seine Freude mit dem Spiel haben. Das Spiel kann als hochwertiger Fans-Service angesehen werden.  

 

wertung

 

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Bilder vom Spiel

Tags: Kinofilm, Sandbox, 120-180 Minuten, Rollenspiel, Science Fiction, 1-4 Spieler, Fantasy, Erkunden, Abenteuer

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