Test | Hitster

Test | Hitster - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

„Hitster“ war mal wieder ein Spiel, von dem ich absolut nichts erwartet habe. Das Spielkonzept klang erst einmal nicht so überzeugend in meinen Ohren und von dem Problem mit der Gratis- und Premiumversion von Spotify hatte ich schon gehört. Lange schenkte ich dem Spiel keine Beachtung.

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Dann habe ich mich eines Abends an die erste Partie gewagt und musste feststellen, dass ich vollkommen daneben lag. Das Scannen der Karte funktionierte super und wir haben über mehrere Partien fast alle Karten an einem Abend durchgespielt. Danach war ich im Fieber. Ich habe das Spiel zu anderen Spielrunden mitgenommen und es war immer großartig. Irgendwann hatte ich jeden Song mehrfach gehört. Freunde haben sich das Spiel derweilen ebenfalls besorgt, aber es hörte einfach nicht, auf Spaß zu machen.

Das Problem mit der DJ-Rolle am Tisch haben wir so gelöst, dass immer die Person links von der aktiven Person die Karte scannt und DJ ist. Diese kann dann eben keinen Hitster-Token ausgeben und anzweifeln, aber die Rolle rotiert ja. So blieb es fair und lustig für alle Beteiligten und niemand musste sich Spotify Premium besorgen. Einzig bei einem Song gab es Probleme, weil der Ausschnitt der Gratisversion nur das Gitarrensolo enthielt.

Ich habe es mit der Familie gespielt, ich habe es mit diversen Freunden gespielt und der Effekt blieb immer der Gleiche: Noch eine Runde, noch eine Runde, noch eine Runde. Zwei „Probleme“ sind mir dann aber doch irgendwann aufgefallen.

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Einmal saß eine gebürtige US-Amerikanerin mit am Spieltisch und hatte einen entscheidenden Nachteil in diesem Spiel. "Matthias Reim – Verdammt, ich lieb’ dich", "Freddy Quinn – Heimweh", "Trude Herr – Ich will keine Schokolade" und "Heintje – Mama" sagten ihr überhaupt nichts. Die Neue Deutsche Welle war für sie viel schwieriger einzuordnen, als für uns, die mit solcher Musik im Leben aufgewachsen sind. Die Musikauswahl in „Hitster“ ist sehr breit gefächert und wirklich gut zusammengestellt, aber einiges darin sind einfach deutsche Radio-Klassiker.

In einer anderen Spielrunde saß eine 23 Jahre junge Frau mit am Tisch. Für sie waren die Neunziger schon schwer zu sortieren und alles davor ohnehin "Musik aus einer fernen Vergangenheit". Dafür glänzte sie bei aktuelleren Titeln. Für mich klingt alles ab 2010 irgendwie gleich. Für sie nicht.

Da können sich im Spiel schon Vor- und Nachteile herausbilden. Aber das tut dem Spaß keinen Abbruch. „Hitster“ ist kein Spiel, bei dem konzentriert dem Sieg hinterhergejagt wird. Es fördert einfach ein geselliges Beisammensein. Oft haben wir am Ende einfach Karte für Karte gescannt, versucht, die Lieder zu erraten und uns gemeinsam darüber gefreut.

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"Hitster" verbreitet ein Nostalgiegefühl. So viele Songs kann jede und jeder mit irgendetwas im Leben verbinden. Und immer, wenn eine Person im Dunkeln tappt und man selbst den Songtitel aber kennt, würde man ihn am liebsten herausschreien. Jede Karte bringt immer neue Spannung und es wird sich gemeinsam darüber gefreut, welche Überraschung einen Spotify gleich vordudelt.

Ich kann „Hitster“ uneingeschränkt empfehlen. Wir hatten immer unglaublich viel Spaß mit „Mutabo“ auf Partys, aber „Hitster“ stellt das alles in den Schatten. Neue Versionen sind bereits in Planung und die werden garantiert auch in diesem Haushalt Einzug halten. Aktuell das beste Partyspiel, das ich kenne und ich ärgere mich, dem Spiel nicht schon früher eine Chance gegeben zu haben.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

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Tags: 2-10 Personen, 30 Minuten, Musik, Partyspiel, App

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