TEST // Escape Room - Das Spiel

Escape Room - Das Spiel angespielt, Noris, Rezion, Spieletest

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“Escape Room - Das Spiel” erscheint am 1.9.2016 beim Noris Spieleverlag. Wir konnten es vorab testen und berichten an dieser Stelle über die Erfahrung mit dem Spiel, dass anders als klassische Brettspiele funktioniert.



Wer sich mit dem Thema “Escape Room” noch nicht auskennt, kann sich unseren Hintergrundartikel zum Thema am besten vorab durchlesen.
Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Das Material:

Auffällig ist bei dem Spiel die besonders große Packung. Öffnet man die Verpackung wird schnell klar, warum. Das Herzstück von “Escape Room - Das Spiel” ist der so genannte Chrono Decoder. Das ist ein Batteriebetriebener großer Kasten aus Kunststoff, der zum einen die Zeit runter zählt, Geräusche wie knistern und knarren von sich gibt und zum anderen vier Steckplätze für Schlüssel bietet. Von diesen gibt es 16 Stück in unterschiedlichen Formen. Auf dem Chrono Decoder stehen zusätzlich noch diverse Verschlüsselungsmethoden, die in den Abenteuern benötigt werden.

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In der Spielpackung sind vier Rätsel mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad enthalten. Die einzelnen Rätsel beinhalten verschieden große Umschläge oder Verpackungen, die nummeriert sind. Das Material in den Umschlägen und Verpackungen ist unterschiedlich gehalten. Teilweise kann es auch neu ausgedruckt werden, so, dass sich ein “Raum” mehrfach spielen lässt. Zudem gibt es für jeden Raum Hinweiskarten, die durch einen Hinweisdecoder entschlüsselt werden können.

Als letztes benötigen die Spieler Papier und Stifte, was nicht im Lieferumfang enthalten ist.

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So funktioniert das Spiel:

Als erstes sollen sich die zwei bis fünf Spieler das Material wie die Schlüssel und den Decoder ganz genau anschauen. Anschließend wird der Einleitungstext auf dem ersten Umschlag laut vorgelesen. Darin wird das Setting des aktuellen Abenteuers vorgestellt. Ist alle verstanden worden wird der Startknopf auf dem Chrono Decoder gedrückt. Sofort startet der 60 Minuten Countdown. Der Umschlag darf geöffnet werden. Sofort starten die ersten Rätsel. Alle fünf Minuten darf eine Hinweiskarte gelesen werden. Das hilft, wenn bei einem Rätsel keine Lösung gefunden werden kann. Sind die Lösungen gefunden, muss man diese den Schlüsseln und deren diversen Markierungen zuordnen. Dann werden die Schlüssel in den Decoder gesteckt. Ist die Lösung richtig, kommt ein Tonsignal und der nächste Umschlag kann geöffnet werden. Ist die Lösung hingegen falsch, wird eine Minute Zeit zur Strafe abgezogen.

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So entsteht ein permanenter Druck auf, der die Spieler anheizt gemeinsam eine Lösung zu finden. Unterstützt wird das durch die Geräuschkulisse aus dem Decoder. Wer mag kann zusätzlich eine App zum SPiel herunterladen und per Handy oder Tablet zusätzlichen Sound abspielen.

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Je nach Abenteuer gibt es unterschiedliche Anforderungen. Logik, Mathematik und Kombinationsgeschick sind vor allem gefragt.

Fazit:

Wir werden an dieser Stelle nicht verraten, worum es in den Abenteuern einzeln geht. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn die Storys sind gut ausgedacht und wissen bis zu einem gewissen Grad zu motivieren. Die Hauptmotivation entsteht aber durch die ablaufende Zeit. Durch diesen Zeitdruck kommt man schnell in eine Art Tunnel, in dem man sich nur auf die Lösungen der Rätsel konzentriert. Das ist eine ungemein gute Spielerfahrung, die bei mir persönlich noch kein anderes Spiel erreichen konnte. Es ist ebenfalls ungemein motivierend, wenn mal die Zeit zur Strafe verkürzt wurde und dann nach durchgehen aller Lösungen der Fehler gefunden wird und endlich der nächste Umschlag geöffnet werden kann. Toll ist es auch, wenn ein scheinbar unlösbares Rätsel am Ende geknackt wird.

In “Escape Room - Das Spiel” sind vier hoch spannende Spielstunden enthalten. Auf der Packung sind dann schon Erweiterungen angekündigt, die den Spielspaß verlängern und dann auch günstiger zu haben sein werden.

Wer sich für “Escape Rooms” grundsätzlich interessiert, sollte sich das Spiel unbedingt anschauen - spätestens auf der Spiel 2016! Die Angabe des Alters (ab 16), geht übrigens voll in Ordnung. Für Kinder ist es zu kompliziert und teilweise etwas zu gruselig.

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