TEST // HOCH DIE BECHER

TEST // HOCH DIE BECHER

Verfasst von Louisa Maßmann am .

er König von Otravia lädt zu einem Feste! Alle Adelshäuser des Königreiches kommen zusammen und freuen sich auf einen Abend voller Heiterkeit, Spaß und reichlich Wein. Doch Vorsicht! Nicht alle Gäste sind einander wohlgesonnen und mischen dem ein oder anderen eine Portion Gift in den Becher. Wer das heitere Fest am Ende lebend verlassen wird, ist ungewiss. In diesem Sinne: HOCH DIE BECHER!

 

infos zum spiel

HOCH DIE BECHER wurde uns freundlicherweise von HORRIBLE GAMES kostenlos zur Verfügung gestellt.
Auf unsere Bewertung hat das keinen Einfluss.

 

Der Spielablauf

 

Zu Beginn des Spieles werden die Adelshäuser verteilt und jeder bekommt in seiner Farbe einen Sichtschirm und einen Becher mit Untersetzer. Insgesamt gibt es 6 Adelshäuser. Bei 4-6 Spielern erhält jeder eine Charakterkarte, die er laut vorlesen muss. Diese gibt jedem Spieler eine spezielle Fähigkeit, wie etwa, dass ein Spieler beim Spicken nicht nur in seinen eigenen Becher sehen darf, sondern in einen frei gewählten. Als nächstes werden in die Becher, die in die Mitte gestellt wurden, blind verteilt: 1x Gegengift (weißer Plastikstein), 2x Gift (schwarzer Plastikstein) und genug Wein (roter Plastikstein), sodass die Anzahl der Steine der Anzahl der Becher in der Mitte entspricht. Zusätzlich bekommt jeder Spieler 3x Wein, 2x Gift und 1x Gegengift, was er hinter seinem Sichtschirm versteckt.

Im ersten Gang wird der „Gastgeber“ frei gewählt. Dieser teilt zunächst jedem Spieler seine Zielperson in Form der Zielkarte aus, die jeder Spieler offen vor sich hinlegt.

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Jeder Spieler hat drei Ziele: Seine Zielperson vergiften, selbst überleben und am meisten Wein in seinem Becher haben. Und wie genau funktioniert das?

Während des Hauptganges, der eigentlichen Spielrunde, sind die Spieler der Reihe nach dran, beginnend mit dem Gastgeber. Während seines Zuges darf jeder Spieler 2 Aktionen ausführen. Zur Wahl stehen: Einen seiner Steine verdeckt in einen der Becher einschenken, in den vor ihm stehenden Becher spicken, alle Becher in eine Richtung rotieren, seinen Becher mit dem eines Mitspielers austauschen, zu einem Toast aufrufen und damit den Gang beenden oder passen.

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Nachdem ein Spieler den Toast ausgesprochen hat, offenbart jeder den Inhalt des vor ihm stehenden Bechers. Nun entscheidet sich, wer diesen Gang überlebt hat. Überwiegt die Anzahl der Gifte im Becher eines Spielers, ist dieser vergiftet worden. Überwiegt jedoch die Anzahl der Gegengifte, hat der Spieler überlebt. Im Anschluss werden die Spielpunkte verteilt und ein neuer Gang beginnt. Der Spieler, der nach 3 Gängen die meisten Spielpunkte gesammelt hat, gewinnt.

Je nach Anzahl der Spieler gibt es verschiedene Spielvarianten. Bei 2-3 Spielern gibt es z.B. keine Charakterkarten und die Spieler dürfen nur eine Aktion pro Gang ausführen. Ab 7 Spielern wird in Teams gespielt, jedes besteht aus einem Adligen und einem Vorkoster. Doch auch in diesem Fall können die Adligen sich nicht sicher sein, ob ihr Vorkoster ihnen gegenüber loyal ist oder nicht.

 

Das Spielmaterial

 

Das Spielmaterial ist sehr liebevoll und hochwertig gestaltet. Vor allem die Becher, die schon fast dazu einladen, echten Wein in sie einzuschenken, wecken die Vorfreude auf das Spiel. Hinzu kommt die außerordentlich detailreiche Gestaltung der Wappen der Adelshäuser. So hat das Wappensymbol jedes Hauses giftige Eigenschaften, passend zum Motto des Spieles. Etwas schade ist, dass die Becher sich mit den Untersetzern nicht Stapeln lassen, sondern jedes Mal aufs Neue angebracht werden müssen. Außerdem sind die Charakterkarten teilweise etwas zu kurz und ungenau, sodass in meinen Spielrunden demokratisch abgestimmt werden musste, wie sie denn jetzt eigentlich zu verstehen sind.

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Die Anleitung ist kurz und prägnant mit vielen lustigen Sprüchen versehen. Man merkt, dass viele Ideen und viel Mühe in die Geschichte der Adelshäuser geflossen sind. Leider gehen diese in der eigentlichen Spielhandlung komplett unter, da sie nur auf einer Seite am Ende der Anleitung zu sehen sind und für das Spiel nicht relevant sind.


Alles in allem, trotz der liebevollen und wirklich aufwändigen Gestaltung des Spieles, hält sich hier der Spielspaß doch recht in Grenzen. Einerseits denkt man sich, dass man doch ein paar mehr Weinsteine bei sich liegen haben könnte, damit der einzelne Gang etwas länger dauert und man die Möglichkeit hat, etwas mehr Taktik einzubringen. Andererseits fehlt für einen längeren Gang die Variation in den Aktionen, die man ausführen kann. Gerade bei 2-3 Spielern werden die Runden sehr monoton und langweilig.

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Schade ist auch, dass der Aufwand, der für die Gestaltung der Adelshäuser betrieben wurde, im Spiel komplett irrelevant ist und sie nur auf einer Seite am Ende der Anleitung zu sehen sind. Daher hatten wird sie beim ersten Lesen der Anleitung gar nicht gesehen. Wir hätten uns gewünscht, dass der Autor etwas mehr Aufwand in die tatsächliche Spielhandlung investiert hätte, um dort ein bisschen mehr Varianz einzubringen. Es war ganz nett, das Spiel einmal auszuprobieren, doch im Nachhinein war die Vorfreude spannender als das eigentliche Spiel.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

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Tags: 30 Mnuten, Ressoucenmanagement, 2-12 Spieler, Bluffen

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