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KENNERSPIEL DES JAHRES 2019 // Flügelschlag

KENNERSPIEL DES JAHRES 2019 // Der Sieger

Am 21.07.2019 wurde der Gewinner der Auszeichnung Kennerspiel des Jahres 2019 veröffentlicht. Nominiert waren für 2019 die Spiele Carpe Diem, Detective: Ein Krimi-Brettspiel und Flügelschlag. Als Sieger 2019 konnte sich Flügelschlag durchsetzen. Herzlichen Glückwunsch!

 

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Flügelschlag

Fluegelschlag 2019von Elizabeth Hargrave
Verlag: Feuerland Spiele
Grafik: Natalia Rojas, Ana María Martínez Jaramillo und Beth Sobel
2 - 5 Spieler ab 10 Jahren
Spielzeit: ca. 40 - 75 Minuten
Preis: ca. 50 Euro

Mehr als 900 Vogelarten leben in Nordamerika, knapp ein Fünftel davon lässt Autorin Elizabeth Hargrave in ihrem Optimierspiel Flügelschlag flattern – vom Amerikanischen Schlangenhalsvogel bis zum Zwergsultanshuhn. Wer einen Vogel anlockt, spielt die entsprechende Karte in einen für das Tier artgerechten Lebensraum aus. An jedes Gebiet ist dabei eine der Basisaktionen des Spiels gekoppelt, welche mit jedem neuen Vogel aufgewertet wird. Wer bringt beispielsweise die Eier-Maschinerie ins Laufen? Zudem tritt jeder in wechselnden Kategorien mit den Mitspielern in Konkurrenz: Wer zählt die meisten Vögel, die in Bruthöhlen nisten? Wer hat die meisten Vögel im Grasland? An dem elegant und detailverliebt gestalteten Flügelschlag werden nicht nur Vogelliebhaber ihre Freude haben.

Begründung der Jury:

Brettspiele und Vogelkunde – also doppelt unsexy und angestaubt? Mitnichten! Flügelschlag präsentiert sich nicht mit zerzaustem Federkleid, sondern ist frisch und en vogue. Thematisch liebevoll und redaktionell sorgsam feingeschliffen: Hier hat Autorin Elizabeth Hargrave ein nahezu makelloses Gesamtkunstwerk geschaffen. Eingängige Spielmechanismen, ein schnörkelloser Ablauf und eine hohe Taktung wichtiger Entscheidungen machen Flügelschlag zu einem wahren Überflieger.

 

 Außerdem nominiert waren:

 

Carpe Diem

carpediem01von Stefan Feld
Verlag: alea/Ravensburger Spieleverlag
Grafik: Lalanda Hruschka
2 - 4 Spieler ab 12 Jahren
Spielzeit: ca. 45 - 75 Minuten
Preis: ca. 37 Euro

Wir entwickeln Stadtviertel im Alten Rom. Kulturlandschaften und Gebäude werfen Erträge ab oder ermöglichen andere Fortschritte. Die Anordnung der Bauten sollte dabei den individuellen Anforderungen folgen, die uns der eigene Plan vorgibt. Allerdings schränkt ein Rondell, in dem sich jeder mit seinem Patrizier bewegt, die Verfügbarkeit von Bauplättchen ein. Wer klug vorgeht, lässt sich in seinem Plättchen-Puzzle viele Optionen offen, um stets sinnvoll weiterbauen zu können. Zugleich sollte die Auslage der Aufträge beachtet werden. Denn am Ende einer Runde hat jeder die Vorgaben zwei benachbarter Auftragskarten zu erfüllen. Jede Kombination kann pro Partie nur einmal gewählt werden. Dadurch entsteht ein strategischer Wettlauf um die lukrativsten Aufträge. Also: Carpe Diem! Nutze den Tag!

Begründung der Jury:

Nein, schön ist dieses Spiel nicht. Doch die Autorenleistung, die sich hinter diesem überaus elegant komponierten Stadtbaupuzzle verbirgt, ist grandios. Stefan Feld hat einen Auswahlmechanismus entwickelt, der planerische Überlegungen erfordert und dennoch schnelle Züge erlaubt. Selten hat ein strategisches Kennerspiel so viel Tempo gehabt. Hervorzuheben ist vor allem aber die innovative Auftragsabwicklung, die Carpe Diem spieltechnisch zu einem Glanzstück macht.

 

Detective: Ein Krimi-Brettspiel

detective1von Ignacy Trzewiczek, Przemysław Rymer, Jakub Łapot
Verlag: Feuerland Spiele
Grafik: Aga Jakimiec, Ewa Kostorz, Rafał Szyma
1 - 5 Spieler ab 16 Jahren
Spielzeit: ca. 120 - 240 Minuten
Preis: ca. 40 Euro

Eine goldene Uhr, die im Zweiten Weltkrieg in Polen geraubt wurde, taucht mehr als 70 Jahre später in einem Auktionshaus in den USA wieder auf. Wie das passieren konnte, sollen die Spieler als Ermittler der neu gegründeten Antares-Sonderbehörde gemeinsam herausfinden. Doch das ist nur der Auftakt zu einem vielschichtigen und verworrenen Kriminalfall, der sich über mehr als ein halbes Jahrhundert erstreckt. In fünf aufeinander aufbauenden Fällen tauchen die Spieler immer tiefer in die Geschichte von Detective ein, führen Verhöre, sichten Beweismaterial, müssen ihrer Intuition folgen, Spuren verwerfen und an anderen Stellen vertieft recherchieren. Unterstützt durch eine eigene Computer-Datenbank und eng angelehnt an historische Begebenheiten hat sich selten ein Spiel so realistisch angefühlt.

Begründung der Jury:

Dieser Krimi im Pappkarton verlangt die volle Konzentration und Aufmerksamkeit der Spieler. Doch der Aufwand lohnt sich! Wenn es gelingt, das Knäuel von Handlungssträngen zu entwirren, offenbart sich eine außergewöhnlich atmosphärische und mitreißende Kriminalgeschichte. Die immersive Wirkung ist enorm und wird nicht von unnötigem mechanischem Ballast gestört. Detective beeindruckt nachhaltig – auch nachdem die letzte Ermittlungsakte längst geschlossen wurde.

 

Tags: Auszeichnung, Kennerspiel des Jahres

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