TEST // Inhabit the Earth

Inhabit the Earth - Spieletest
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Inhabit the Earth ist 2015 erschienen. Leider hat es bisher nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die dieses Spiel verdient hat. Ja, das Artwork ist streitbar, das Cover des Spiels befremdlich. In einer Schachtel, die wie ein Kinderspiel aussieht schlummert dabei ein feines Kleinod mit großem Widerspielwert!

 

So beschreibt der Verlag sein Spiel:

Sechs Kontinente erstrecken sich vor den Spielern. Zwischen Wüste und Grasland, Bergen und Regenwald tauchen die ersten Tiere auf. Der Wettlauf beginnt. Das Strategiespiel „Inhabit the Earth“ von R&D Games/Hutter Trade nimmt die Spieler mit auf eine fantastische Reise über die Kontinente und durch die Evolution.

Wer kann bei Spielende auf eine breit gefächerte und hoch entwickelte Menagerie blicken? Es gibt insgesamt 162 unterschiedliche und einzigartige Tierkarten.

Diese sind in folgende sechs Klassen eingeteilt: Vögel, Pflanzenfresser, Raubtiere, Primaten, Reptilien und kleinere Säugetiere. Mittels der Karten kann sich der Spieler auf den unterschiedlichen Kontinenten fortbewegen oder seine Menagerie pflegen.

Durch das offene Auslegen einer Karte gründet der Spieler eine eigene Klasse. Bereits ausgelegte Tiere können sich vermehren oder entwickeln.

Durch die Entwicklung können die Tiere neue Eigenschaften annehmen und passen sich den Kontinenten an. Neben der Pflege der eigenen Menagerie sollte der Spieler jedoch nicht die Reise zu anderen Kontinenten aus dem Blick verlieren. Denn neben der Aufzucht bringt auch die Reise lukrative Punkte ein. Pro Kontinent kann jeder Spieler wiederum nur zwei Tierklassen einsetzen.

Das Spiel endet sobald auf zwei Kontinentpfaden das Ende erreicht wurde. „Inhabit the Earth“ stellt den Spieler vor eine Vielzahl von Entscheidungen. Durch die umfangreiche Auswahl an unterschiedlichen Tieren und deren Eigenschaften ist in jeder Partie die Strategie neu zu überdenken. Für den einfacheren Zugang gibt es ein Einführungsspiel

Das sagen wir zum Spiel:

Ja, Sie werden es sich nach der Einleitung schon denken können. Mir gefällt "Inhabit the Earth". Es gefällt mir sogar sehr! Dafür gibt es gute Gründe:

  1. Das Spiel ist relativ einfach zu verstehen, die Karten selbsterklärend. Nach 5-10 Minuten Orientierung kann es jeder spielen.
  2. Das Spiel ist dennoch komplex. Die Kombinationsmöglichkeiten sind durch die riesige Anzahl von Karten wirklich beeindruckend und können strategisch wunderbar in zig Varianten benutzt werden. Hohe Konzentration ist notwendig um den Überblick zu behalten.
  3. Die Spieler erleben durch das ziehen der Karten eine Art von Evolution. Genau wie im echten Leben ist ein wenig Glück nötig um der einen oder anderen Tierart einen Vorsprung zu verschaffen. Am Ende gewinnt nicht der, der die besten Karten zieht, sondern der, der das Beste daraus macht! Dazu kann ich nur sagen: Darvin - survival of the fittest! Besser kann man ein Spielthema nicht in ein Spiel einfließen lassen.
  4. Der Widerspielwert ist enorm hoch. Durch die vielen Karten gerade in den Endstufen bleiben sicherlich noch nach der 10 Spielrunde Karten übrig, die der Spieler nicht kennt.
  5. Das Spiel ist dennoch schnell. Die Spielmechanik ist so optimiert, dass eine Runde mit vielen Spielern nur etwas weniger lange dauern wird. UND zu zweit funktioniert es ebenfalls mehr als gut!

Ja - das hört sich nach viel Sonnenschein an. Ist es auch, aber natürlich hat auch dieses Spiel seine Macken. Wie schon am Anfang geschildert handelt es sich um eine mäßig gute Optik. Mittlerweile ist das Spielerauge doch schon schöneres gewohnt. Die Grafiken sind zweckmäßig, mehr nicht. ABER - für mich persönlich steht der Spielspaß immer vor der Optik. Deswegen fällt es für mich persönlich nicht wirklich negativ ins Gewicht.

Was mich hingegen wirklich stört ist die fehlende Interaktion. Jeder wurschtelt - wenn auch schnell - vor sich her. Die einzigen Berührungspunkte sind die, wenn ein Gegner dankbar übersprungen wird und dafür ein Bewegungspunkt erspart. Ansonsten entwickelt jeder vor sich her und höchstens am ende des Spiels macht man sich Gedanken über die Optionen der Gegner. Das ist für meinen persönlichen Geschmack etwas wenig.

Fazit:

Wenn mich jetzt jemand fragen würde, ob ich das Spiel ein Runde mitspiele - ich wäre sofort dabei. Die negativen Punkte sind höchstens wie ein Kunststoffkorken in einer Flasche sehr guten Weins. Es stört, aber der Genuss leidet nicht. Es gibt deswegen 5 von 5 Punkten!


 

 
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