TEST // Pixel Tactics

Pixel Tactics - Kartenspiel für zwei Spieler
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Das Kartenspiel Pixel Tactics ist 2015 bei Pegasus erschienen. Endlich mag man denken, wenn man berücksichtigt, dass das Spiel bereits 2012 erstmalig veröffentlicht wurde. Es gibt mittlerweile sage und schreibe 5 Teile des Spiels und unzählige weitere Erweiterungen. Wir schauen uns an, wie gut das Spiel tatsächlich funktioniert.

 

Pixel Tactics hatte ein Freund von mir auf der Messe 2015 mitgenommen. Nach dem Motto kleine Packung und für 10 € kann man nicht viel falsch machen. Im Herbst / Winter kam es dann auf den Tisch. Wir waren zu zweit und wollten es als "Warm Up" spielen. Am Ende des Abends hatten wir kein anderes Spiel gespielt. Es hat eine unglaubliche "noch eine Runde" Wirkung, die mir persönlich bisher nur bei Video-Spielen begegnet ist. Ironischer Weise basiert das Spiel - wie der Name unschwer verrät - auf alte Videospiele.

Wie funktioniert das Spiel?

Als erstes sucht sich jeder Spieler einen Charakter aus. Dieser definiert die Stärkepunkte und die Sonderfähigkeit. Die restlichem Karten bleiben auf der Hand und werden dann entweder als Helden oder als Effekt ausgespielt. Sie dürfen in einem 3x3 Karten großen Feld maximal ausgelegt werden. Genau in der Mitte liegt der gewählte Oberboss. Die Heldenkarten unterscheiden sich in der Wirkung je nach Reihe, in der sie platziert sind.

Es wird nun abwechselnd jeder der drei Reihen durchgespielt. Dabei gibt es folgende Optionen:
 

  • neuen Helden aus der Hand rekrutieren und in der aktiven Reihe platzieren
  • gefallenen Helden entfernen
  • Helden bewegen
  • Aktionskarte spielen und Effekt auswerten
  • eine Karte nachziehen vom persönlichen Deck
  • angreifen

Die Spieler wechseln sich in der Regel recht schnell ab, die Wartezeit ist recht gering. Dies kann man dann dafür nutzen den netzten Zug zu planen. Die Kartendecks sind absolut gleich, also grundsätzlich ausgeglichen. Eine Partie dauert zwischen 25-45 Minuten. 

Die Kartenqualität ist sehr gut, da Pegasus sein bewährtes großes Kartenformat verwendet. Dadurch lassen sich die Kartentexte sehr gut lesen. Das ist definitiv ein Pluspunkt. Die Kartengrafiken sind lustig und passen wunderbar zum Thema.

Fazit:

Wie schon erwähnt, habe ich das Spiel direkt einen Abend lang gespielt. Das ist mir zuvor noch nicht passiert. In der Regel kommen immer wieder neue oder wechselnde ältere Lieblingsspiele auf den Tisch. Das Spiel erfüllt also den Hauptkritikpunkt: es macht Spaß. Zusätzlich ist es ist leicht zu erlernen und die Kombinationsmöglichkeiten sind wirklich sehr groß. Die Entscheidung, wie man eine Karte ideal nutzt, kann durchaus fordernd sein. Es wird also bedingt auch das "Tactics" im Titel bedient. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nun mal doch ein Kartenspiel ist und ein gewisser Glücksfaktor dazu zählt, die richtigen Karten zu ziehen. Doch es gehört dann auch wieder Taktik dazu, die Karten im richtigen Moment und in der richtigen Reihe zu platzieren.
Den einzigen richtig großen Kritikpunkt, den ich an dem Spiel habe ist positiv bewertet der der unglaubliche Schwierigkeitsgrad - um im Video-Spiel Genre zu bleiben. Manche Oberbosse sind viel zu stark geworden. Ein besiegen scheint fast unmöglich. Bei Menschen mit hoher Frustrationstoleranz mag das toll ankommen. Bei mir nicht. Es beraubt den Namen Tactics dann doch wieder zu viel.

Am Ende bleibt eine wirklich tolles Spiel, welches jedoch durch Hausregeln angepasst werden sollte. Lässt man die überstarken Bosse einfach raus, spielt sich das spiel doch schon gleich viel ausgewogener. Auch wenn es ein Cheat ist ;)
Für gerade einmal zehn Euro, bekommen Sie hier ein sehr sehr gutes Spiel für zwei Spieler!