TEST // BREAKING BEARS

TEST // BREAKING BEARS

Das Honiggeschäft ist ein hartes Pflaster und wurde durch den Mangel an Bienen in den letzten Jahren nur noch härter. Der einzige Weg, der jetzt noch bleibt, ist das Ausbilden elitärer Bienenschwärme und die Entwicklung des besten Honigs aller Zeiten, damit die Bärheit auch in Zukunft überleben kann! Seid ihr also intelligenter als der Durchschnittsbär oder werdet ihr der Versuchung des Honigs verfallen?

 

infos zum spiel

FUNBOT hat uns BREAKING BEARS freundlicherweise für eine Rezension zur Verfügung gestellt.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

Darum geht es im Spiel

 

Bei BREAKING BEARS übernehmen die Spieler die Rollen von Bärenwissenschaftlern mit der Aufgabe, den besten Honig aller Zeiten zu erschaffen. Dafür werden Handkarten so ausgespielt, dass (im Bestfall) ein Spieler den meisten Honig sammeln konnte, damit er einen Bienenschwarm anlocken kann, sobald dieser freigelassen wird.

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Das Spielsystem von BREAKING BEARS ist sehr leicht zu erklären. Zu Beginn erhalten die Spieler eine zufällige Schwarmkarte. Diese Schwarmkarte gibt Auskunft darüber, wie viele Handkarten und wie viel Honig jeder Spieler zu Beginn erhält. Da diese Karten asymmetrisch sind, hat jeder Spieler unterschiedliche Startressourcen. Die restlichen Karten sind in zwei Kategorien unterteilt. Honigkarten geben den Spielern beim Ausspielen Honigmarker, während Forschungskarten sie weitere Karten ziehen lassen. Während eines Zuges entscheiden die Spieler gleichzeitig, welche der drei Kartenarten sie ausspielen wollen und legen diese verdeckt vor sich hin. Haben alle eine Karte ausgewählt, werden die Karten zeitgleich abgehandelt und in der Reihenfolge Honigkarte, Forscherkarte und anschließend Schwarmkarte abgehandelt. Honig- und Forscherkarten haben neben ihrem Effekt, dass sie dem ausspielenden Spieler Honig oder Karten geben, noch bis zu zwei weitere Effekte. An den Rändern der Karten sind weitere Felder angegeben, die ein Honig-, Forscher- oder Schwarmkartensymbol beinhalten.

Diese Symbole bedeuten, dass der ausspielende Spieler auf die Karten seiner Mitspieler schauen muss. Zeigt die eigene Karte zum Beispiel ein Honigkartensymbol am linken und ein Forscherkartensymbol am rechten Rand, so würde der ausspielende Spieler in dieser Runde (zusätzlich zu seinem eigenen Effekt am oberen Rand) Ressourcen erhalten, wenn der linke Nachbar eine Honigkarte, und noch weitere Ressourcen, wenn der rechte Nachbar eine Forscherkarte ausgespielt hat. Das richtige Einschätzen, welche Karte der Gegner wohl spielt, um das volle Potential seiner eigenen Karten auszuschöpfen, ist dabei der Schlüssel!

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Der letzte Effekt der Karten ist am unteren Rand zu sehen. Entweder ist hier wieder ein Honig- oder Forscherkartensymbol abgebildet oder eine Honigwabe mit Pfeilen nach links und rechts. Bei dem Kartensymbol erhält der ausspielende Spieler diese zusätzlichen Ressourcen, wenn er die passende Karte des Symbols in der vorherigen Runde ausgespielt hat. Die Honigwabe bedeutet, dass der linke und rechte Nachbar jeweils einen Honigmarker erhalten. Richtig eingesetzt durchkreuzt dies die Pläne des Gegners, anstatt ihm zu helfen. Hat ein Bär 8 Honigmarker gesammelt, kann er der Versuchung nicht mehr widerstehen und isst alle Honigmarker auf. Sobald das passiert, muss der Spieler alle Honigmarker ablegen und sich stattdessen einen „Naschmarker“ nehmen.

Aber warum sind Honigmarker so wichtig? Hat ein Spieler seine Schwarmkarte gespielt, vergleichen die Spieler ihre Honig- und Naschmarker miteinander. Der Spieler mit den meisten Honig- und Naschmarkern erhält einen Schwarmmarker und muss daraufhin alle Honigmarker ablegen und von vorne beginnen (bei einem Gleichstand erhalten beide Spieler einen Schwarmmarker). Die Naschmarker behält er jedoch! Ist der Spieler, der die Schwarmkarte ausgespielt hat, nicht an der Verteilung der Schwarmmarker beteiligt, kann er zur Entschädigung einen Honigmarker oder eine Karte erhalten. Die Schwarmkarte wird in jedem Fall, anders als andere Karten, wieder auf die Hand genommen. Sobald ein Spieler 5 Schwarmmarker gesammelt hat, gewinnt er das Spiel.

 

Was ist in der Box?

 

Der Inhalt der Spielschachtel von BREAKING BEARS besteht verständlicher Weise zu einem Großteil aus Karten. Neben den 103 Karten enthält die Spielschachtel zusätzlich 25 Schwarm- und 26 Naschmarker aus Pappe sowie 35 gelbe Honigmarker aus Holz. Die Spielkarten sind in einem größeren Format gehalten, als es bei den meisten Kartenspielen der Fall ist, was die Karten sehr übersichtlich und die Symbole sehr leicht zu erkennen macht. Über die generelle Qualität des Materials ist nicht negatives festzustellen. Der Druck ist scharf, die Karten sind sauber verarbeitet und die Papp- und Holzmarker sind ausreichend dick.

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Das Artwork ist sehr familienfreundlich gehalten und lässt an einigen Stellen einige kleine versteckte Anspielungen durchschimmern, wodurch das Spiel einiges an Charme gewinnt. Auch an der Anleitung ist zu erkennen, dass die Autoren sehr viel Spaß bei der Erstellung des Spiels gehabt haben müssen, da sehr viele „Bär“-Wortspiele in die Regeln eingearbeitet wurden. Die Verständlichkeit der Regeln betrifft dies aber nicht, da diese, vielleicht auch gerade wegen der Wortspiele, sehr angenehm zu lesen und das Spiel sehr leicht zu erlernen ist.


BREAKING BEARS macht durchaus Spaß! Die Mechaniken scheinen vertraut, ohne verbraucht oder abgenutzt zu wirken und der Spielfluss fühlt sich sehr angenehm an. Durch die leichten Symbole und den vollständigen Verzicht auf Texte ist es auch für kleinere Mitspieler geeignet. Bei der Thematik stellt sich mir nur die Frage, ob es wirklich nötig gewesen ist, ein Spiel, das sich auf Wissenschaftsbären beruft, mit Breaking Bad zu verbinden und auch ein an die TV-Serie angelehntes Artwork auf die Spielschachtel zu drucken. Die generelle Thematik (von der Breaking Bad Verknüpfung des Artwork einmal abgesehen) wurde, auch wenn sie zum Teil austauschbar ist, relativ gut mit der Spielmechanik verbunden. Ein Wissenschaftsbär auf der Spielschachtel hätte dies unserer Meinung nach aber auch getan.

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BREAKING BEARS ist zudem überraschend abwechslungsreich, da es verschiedene Herangehensweisen ermöglicht. Entweder können die Spieler versuchen, so schnell wie möglich die Schwarmmarker zu sammeln oder sie konzentrieren sich darauf, Naschmarker anzuhäufen und nach einer gewissen Zeit so viel Honig im Vorrat zu haben, dass sie von keinem anderen Spieler mehr übertroffen werden können.

Durch seine Spielmechanik, bei der der linke und rechte Sitznachbar von Bedeutung sind, entfaltet BREAKING BEARS sein volles Potential unserer Meinung nach ab 3 Spielern. Es macht aber auch im 2-Spieler-Spiel Spaß.

BREAKING BEARS ist kurzweilig und auch gerade wegen seiner kurzen Spieldauer ein schöner Füller für Zwischendurch, obwohl es ihm an einem vollständigen Alleinstellungsmerkmal fehlt.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

Tags: TSD20, Ressoucenmanagement, 20-30 Minuten, Wettrennen, 2-5 Spieler, Kartenspiel

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