TEST // Glen More

Glen More von alea wieder ausgepackt
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Es ist schon ziemlich lange her, dass Glen More von Matthias Cramer in Deutschland erschienen ist. Um genau zu sein ist das Spiel von 2010. Das sind sechs Jahre, in denen in der Spielbranche sich stark weiter entwickelt hat. Was das Spiel heute noch taugt, haben wir uns genauer angeschaut.

Gerade durch Kickstarter hat die Entwicklung neuer Spielmechaniken eine ganz neue Dynamik bekommen. Alleine 2015 sind ca. 800 neue Spiele erschienen. Die Spielmesse in Essen war so groß wie nie. Gerade deswegen, gibt es immer noch so viele Spiele, die auch Vielspieler noch nie ausprobiert haben. Glen More gehörte bei mir dazu.

Durch einen Prototypen von Glen More 2, den ich bei den Ratinger Spieletagen testen konnten bin ich auf den Geschmack gekommen und habe mir Glen More nachträglich mal angeschaut. Eines Vorweg: Es ist ein wirklich tolles Spiel!

Worum geht es?

Die Spieler verkörpern die Oberhäupter Schottischer Clans. Das Clangebiet muss erweitert werden, und mit neuen Dörfern und Städten neue Clanmitglieder gewonnen werden. Wie könnte es in Schottland anders sein, natürlich geht es auch um das Destillieren von Whiskey.

So funktioniert das Spiel:
Das Spiel läuft nicht reihum, sondern es ist immer der letzte an der Reihe. Dieser Zugmechanismus macht das Spiel besonders gut. In die Überlegungen, was man gerne haben will und wie weit man dafür nach vorne gehen muss kann schon sehr fordernd sein.

Eine Aktion ist einfach erklärt. Die eigene Figur wird auf ein Plättchen gesetzt, dieses wird genommen und muss eventuell bezahlt werden, oder die Rohstoffe zum bauen erbracht werden. Sind die Rohstoffe nicht vorhanden, können diese am Markt zu schwankenden Preisen gekauft werden.

Anlegen von Plättchen
Das Anlegen eines Plättchen folgt ebenfalls festen Regeln. Eine Straße muss immer auch an eine Straße angebaut werden. Ein Fluss muss an einen Fluss angelegt werden. Ein Plättchen muss wenigstens mit einer Seite an einem anderen anliegen und es muss ein Clanmitglied in einem benachbarten Plättchen stehen.

Manche Plättchen sind besondere Orte, dann bekommt der Erbauer eine Bonuskarte, die besondere Vorteile bietet.

Aktivieren der Plättchen
Alle zum neuen Plättchen liegenden Felder werden aktiviert. Die entsprechenden Rohstoffe und weitere Dinge werden aktiviert und können aus dem Vorrat genommen werden.

Neues Plättchen aufdecken
Nun wird das letzte freie Feld wieder mit einem neuen Plättchen belegt.

Es gibt insgesamt drei Wertungen. Jedes Mal wenn ein Plättchenstapel durch gespielt ist, wird eine Wertung vorgenommen. Wer am Ende des Spiels am meisten Punkte hat gewinnt.

Fazit:

Glen More ist wie ein guter wein gealtert. Es funktioniert in sich wunderbar und es wird nichts vermisst. Die knackige Spielzeit ist genau richtig und motiviert sich immer wieder neu ind schottischen Highlands aufzumachen. Auch heute bekommt das Spiel noch fünf Sterne!