Test | A fistful of Meeples

Test | A fistful of Meeples

Auch wenn kaum jemand seinen Namen kennt, trägt er doch eines der bekanntesten Gesichter der Welt. So bekannt und verbreitet sein Spiel, so verhasst ist auch der zähe Spielverlauf, der dafür sorgt, dass fast niemand so lange spielt bis wirklich alle pleite sind. Die Rede ist vom Immobilienmogul und Zylinderenthusiasten Rich Uncle Pennybags. „A fistful of meeples“ hingegen spielt im wilden Westen und zum Glück ist die einzige Gemeinsamkeit mit Monopoly das gnadenlose Immobilienhamstern. Ein bewaffneter Cowboy wird sich eine Wuchermiete wohl kaum gefallen lassen.

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A fistful of meeples“ stammt aus unserer privaten Sammlung. Dies hatte keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

 

Monetäre Popcornmaschinen

Mancala ist eines der ältesten Spiele der Welt. Genau diesen einfachen Mechanismus macht sich „A fistful of meeples“ nun zunutze und ergänzt ihn um Worker Placement. Schauplatz des Spiels ist eine kleine Wild West Stadt. Beide Seiten der Hauptstraße sind von Häusern gesäumt, die zu Spielbeginn noch niemandem gehören. Das wird sich im Spielverlauf allerdings ändern, denn eigentlich tobt in dem beschaulichen Städtchen ein erbitterter Immobilienkrieg, der auch durch die ständigen Duelle auf der Straße nicht beeinträchtigt wird.

 

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Das Spiel endet erst, wenn eine von drei möglichen Situationen eintritt.

  1. Die Bank wurde um alle sechs Goldbarren erleichtert.

  2. Der Friedhof ist voll.

  3. Alle drei Dynamitwürfel wurden aus dem Minenbeutel gezogen.

In jedem Fall endet die Partie sofort und die Person mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Ist eine Person am Zug, darf sie ein Haus wählen und nimmt alle darin befindlichen Meeple auf. Die kleinen Holzfiguren dürfen nun mit oder gegen den Uhrzeigersinn gesetzt werden. Wichtig ist nur, dass die gewählte Richtung für den gesamten Zug beibehalten wird. Vor jedes Haus auf dem Weg muss ein Meeple gestellt werden. Sind alle gesetzt, dürfen sie in beliebiger Reihenfolge in die Häuser geschoben werden, wodurch meist eine Aktion ausgelöst wird, je nachdem welche Figuren bereits dort sind oder wem das Gebäude gehört.

 

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Im Wesentlichen gibt es nur vier Arten von Stadtbewohnern; Goldgräber (gelb), Bauarbeiter (braun), Räuber (rot) und Deputies (blau).

  • Räuber wissen, dass die Goldgräber immer etwas Gold bei sich haben und unbewaffnet sind. Betritt ein Räuber ein Haus mit Goldgräbern, werden jeweils zwei Würfel aus dem Minenbeutel gezogen werden.

  • Deputies haben etwas gegen Räuber. Sobald sie in ein Haus mit Räubern gelangen, verhaften sie die Gesetzlosen und ziehen dafür jeweils zwei Würfel aus dem Beutel.

  • Bauarbeiter sind das Mittel der Wahl um Häuser zu erwerben. Kommt ein Bauarbeiter in ein Gebäude, dass noch keinen Besitzer oder keine Besitzerin hat, darf es in Besitz genommen werden. Nachdem die Kosten bezahlt sind, kommt ein Schild der betreffenden Person über das Gebäude. Betritt ein Bauarbeiter ein solches Gebäude nochmal, kann es für die gleichen Baukosten aufgewertet werden. Hierzu wird das Schild umgedreht. Statt fünf, ist es dann 10 Punkte wert. Die Besitzschilder zeigen außerdem den Bonus für die Goldgräber an.

  • Goldgräber schürfen Gold. Wenn einer von ihnen ein Gebäude betritt, dass jemandem gehört, darf diese Person zwei Würfel aus dem Beutel ziehen. Wurde das Haus bereits aufgewertet, dürfen sogar vier Würfel gezogen werden. Die goldigen Burschen ziehen so von Haus zu Haus während ihnen das Gold förmlich aus den Taschen purzelt als wären sie monetäre Popcornmaschinen.

Im Minenbeutel befinden sich Gold und Steine. Da die Mine sehr findig ist, gibt es mehr Gold als Steine. Und da auch Gold am Ende Punkte wert ist, könnte alles wunderbar sein, wenn da nicht ein paar kleine Regeln wären…

 

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Die Bank besitzt sechs Goldbarren, die 6-8 Goldnuggets kosten. Sobald jemand genug Nuggets geschürft hat, muss es gegen einen Barren getauscht werden. Das hat den Vorteil, dass die Goldbarren so schwer sind, dass sie nicht mehr verloren gehen können und jeweils 10 Punkte wert sind. Eine andere Kleinigkeit ist der Knast. Statt ein normales Gebäude zu wählen, dürfen Spielerinnen und Spieler alle Räuber aus dem Gefängnis befreien. Das Einsetzen beginnt dann bei einem beliebigen Haus der Stadt. Jeder Ausbruch bewegt einen Dynamitwürfel in den Minenbeutel. Wird einer davon gezogen, verlieren Spielerinnen und Spieler die Hälfte ihrer Steine. Auch der Saloon der Stadt beherbergt Meeple. Bei Spielbeginn steht dort nur die Madame. Wird sie in ein Gebäude mit Bauarbeitern bewegt, gehen diese alle in den Saloon und trinken einen Bourbon. Zur Belohnung gibt es für jeden Drink einen Würfel aus dem Beutel.

Da es sich um eine Stadt im wilden Westen handelt, dürfen blaue Bohnen natürlich nicht fehlen. Wechseln Spielerinnen und Spieler beim Setzen der Meeple die Straßenseite, muss auch ein Meeple auf das Duellfeld gestellt werden. sind beide Plätze besetzt, wird geschossen. Wer höher würfelt, gewinnt das Duell.

Der Gewinner geht in den Saloon und zieht seine Belohnung aus dem Sack, der Verlierer kommt in eine Holzkiste und füllt den örtlichen Friedhof.

 

Tags: 2-4 Personen, Workerplacement, Mancala, Wilder Westen

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