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Angespielt: Gaia Project von Jens Drögemüller und Helge Ostertag

Geschrieben von Daniel Krause.

Angespielt: Gaia Project von Dennis Lohausen

Im Herbst 2017 ist ein neues Spiel im legendären Terra Mystica Universum erschienen. Der Klassiker aus dem Jahr 2012 ist noch bis heute, eines der besten strategischen Spiele, die man auf den Tisch bringen kann. Bei einem Spieletreff gab es die Möglichkeit das Spiel endlich anzuspielen - es hat sich gelohnt!

Normalerweise beschreibe ich ein Spiel gerne bis ins Detail und erkläre die grundlegenden Regeln. Bei “Gaia Project” will ich davon abweichen und lieber gleich zum Vergleichen kommen, denn wer sich für “Gaia Project” interessiert, der hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mindestens einmal “Terra Mystica” gespielt.

Man muss Jens Drögemüller und Helge Ostertag Respekt zollen! Es ist mutig, ein nahezu perfektes Spiel erneut als Version 2.0 zu veröffentlichen. Das ist in der Videospiel-Szene zwar üblich, doch dort gibt es meistens nur den selben Wein aus neuen Schläuchen. Er macht vielleicht gute Laune, ist aber nichts wirklich Neues.

Das musste man auch bei “Gaia Project” befürchten. Man nehme das Spielprinzip von “Terra Mystica”, zoomt eine Stufe heraus in das Weltall und schon passt es halbwegs. Hat doch schon einmal funktioniert!

Zum Glück ist das nicht der Fall. Die fünf Jahre zwischen Teil 1 und Teil 2 sind sehr gut genutzt worden. “TM" Spieler erkennen beim Lesen der Regeln sofort das scharfe und einmalige Profil des Vorgängers. Dennoch gibt es neue Aspekte im Spiel, die das Spiel deutlich variabler machen.

Bekannt und bewährt ist der Machtkreislauf, der durch das Gaia Feld erweitert wurde. Dorthin wandern 6 Machtplättchen, um einen Gaia Planeten zu Terraformen. Es gibt nun endlich auch einige Wege um Verbrannte Macht zurück zu gewinnen, oder sogar dazu zu gewinnen.

Die Bonus Plättchen, die man pro Runde wählen konnte sind wieder enthalten und können beim Passen ausgetauscht werden.

Die Religion wurde durch Wissenschaft ersetzt und bietet ein breiteres Spektrum. Hier kann die Reichweite erhöht werden, um weiter entfernte Planeten zu Terraformen, gpnstiger zu Terraformen, mehr Wissen, Einkommen oder sonstige Boni zu generieren.

Passend dazu wurden die Gebäude leicht abgeändert und bieten durch den Ausbau wieder einen Zugewinn an Erz, Krediteinheiten und Wissen. Durch das bauen von Wissenschaftlichen Gebäuden, kann zusätzlich ein Rundeneinkommen oder ein einmaliger Bonus generiert werden.

Die einzelnen Planeten können durch Satelliten verbunden werden und bilden so eine Kolonie mit mindestens 7 Punkten durch entsprechende Gebäude.

Das Spielfeld besteht aus 10 Plättchen, die es zu besiedeln gilt. Auch hier gibt es ein paar neue Regeln, die das Spiel deutlich dynamischer machen

Auch die Völker machen einen sehr guten Eindruck und wurden sehr gut auf die neue große Spielwelt angepasst.

Fazit

Ich war ehrlich überrascht nach der ersten Partie “Gaia Project”. Ich hatte die bereits angeführten Befürchtungen, dass das Spiel nicht die hohen Ansprüche erfüllen wird, doch ganz ehrlich hat es das. Es ist kein gänzlich neues Spiel, aber irgendwie hat der Autor das Wunder vollbracht, ein nahezu perfektes Spiel noch besser zu machen.

“Gaia Project” bietet einfach mehr dynamische Wege, sich im Weltall zu entfalten. Hier wird ein Spieler immer einen Weg finden durch eine kurzfristige Reichweitenerhöhung doch noch einen Planeten zu finden, den er Terraformen kann. Klassisches Terraformen ist in der Bedeutung, durch neue Aspekte etwas abgewertet worden, und das ist tatsächlich gut so.

Nach einer Partie, habe ich schon drei Ideen im Kopf das Volk, welches ich hatte anders zu verwenden. Die Rückseite interessierte mich auch schon enorm auszuprobieren und die vielen anderen Völker klingen auch alle so interessant.

Das alles ist in der Summe der Einzelteile einfach eine perfekte Mischung für Vielspieler. Ein komplexes Biest, mit unzähligen Regeln, dass einem dann beim Spielen wieder total einfach und logisch erscheint. Das ist genau das Gefühl von “Terra Mystica” in neuer und besserer Form eingefangen. Ein großes Lob an den Autoren für ihren Ideenreichtum und vor allem den Mut das Spiel noch besser machen zu wollen, statt nur noch einmal mit einem weltbekannten Titel, Kasse zu machen. Auch optisch ist die Umsetzung von Dennis Lohausen sehr gelungen.

Einziger Kritikpunkt von mir, ist die Wahl von Plastik, statt Holz. Auch wenn die Optik filigraner und gut geraten ist, vermisse ich die Holz-Haptik ein wenig.

PS: Danke Stefan für die guter Erklärung und Bea für die tolle Partie ;)

Gaia Project für knapp 61,20 € kaufen/vorbestellen

Bilder zum Spiel

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