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Test: Carta Impera Victoria – ein CIV Spiel?

Geschrieben von Daniel Krause.

Test: Carta Impera Victoria – ein CIV Spiel? Kaufen

Eines muss man der kleinen Box lassen: „Carta Impera Victoria“ ist durchgängig hübsch und schlüssig produziert. Auch die Regeln sind schnell verinnerlicht und das Spiel geht nach wenigen Runden schon schnell von der Hand. Doch was taugt das Kartenspiel am Spieltisch? Das haben wir uns mal angeschaut!

Spielaufbau

Die drei Kartenstapel werden jeweils gemischt. Dann werden sie in aufsteigender Zahlenreihenfolge aufeinandergelegt. Jeder Spieler zieht dann drei Karten. Alternativ kann mit der „Draft-Variante“ gespielt werden. Dann werden vier Karten gezogen, eine ausgewählt und der Rest nach links weitergegeben. Da das Handkartenlimit drei ist, wird die vierte Karte offen in die Tischmitte gelegt und gegen den Uhrzeigersinn suchen sich die Spieler eine Karte aus, die die erste in der Auslage ist. Jeder Spieler erhält noch eine Spielübersicht und der Kulturmarker wird parat gehalten. Das Spiel kann beginnen.

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So funktioniert das Spiel

Der Spielzug ist sehr simpel gehalten: Eine Karte in die eigene Auslage spielen, eventuell einen Effekt ausspielen und dann wieder auf das Handkartenlimit aufziehen.

Das ist schnell erklärt und schnell verstanden. Nun muss noch verinnerlicht werden, was die Karten bringen, wenn sie in der Auslage liegen. Sie können von dort entweder abgeworfen werden und einen Sofort Effekt bringen, oder sie werden gesammelt und bringen bei einer gewissen Anzahl einen dauerhaften Effekt. Es gibt die Bereiche Militär, Religion, Wirtschaft, Wissenschaft, Utopia und Kultur. Jeder Bereich und die damit verbundene Kartenfarbe hat einen anderen Effekt.

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So können Karten abgeworfen, getauscht oder aufgenommen werden. Karteneffekte dürfen kopiert werden. Toll ist der Effekt das Handkartenlimit zu erhöhen, oder einen Mitspieler in einem Bereich zu blockieren.

Fazit

Als ich die Spielzeit von rund 20 Minuten in der Verbindung mit CIV-Spiel las, war ich schon sehr skeptisch. Googelt man nach „CIV SPIEL“, dann kommt als erster Treffer und die gefühlt nächsten 1.000 Ergebnisse auf eine Version von „Civilization“. Dieses Spiel ist alles, aber nicht schnell gespielt. Es brauchte lediglich das Lesen der Regeln um zu sehen, dass es sich hier um kein CIV-Spiel handelt. Es gibt keine Gebäude zu errichten, nichts wirklich zu erforschen oder im Detail zu managen. Das spiel ist dafür viel abstrakter und zu wenig taktisch. Auch wenn die Kartenhand über Effekte immer wieder durchgemischt werden kann, bleibt am Ende doch immer ein Wenig Kartenglück der über Sieg und Niederlage bestimmt.

Ist „Carta Impera Victoria“ deswegen ein schlechtes Spiel? Mitnichten! Gerade weil es sich schnell spielt, verschiedene Varianten bietet (es kann auch noch in Teams gespielt werden) und hervorragend produziert ist, ist es ein richtig tolles Spiel, das immer wieder auf dem Tisch landet. Die Etikette CIV-Spiel mag falsch sein, doch das ändert nichts daran, dass hier ein spaßiges Kartenspiel auf die Spieler wartet, die mal etwas mehr und etwas anderes als ein weiteres Stichspiel spielen wollen.

Es eignet sich perfekt als Pausenfüller, als Absacker und als Spiel für Spielrunden mit Gelegenheitsspieler. Es ist schnell erklärt, hat einfache Regeln und macht einfach Spaß. DAs Spiel ist übrigens für 2-4 Spieler ab acht Jahren geeignet. Es stammt vom Auoren Remi Amy.

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Bilder zum Spiel

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