TEST // FOOTHILLS

TEST // FOOTHILLS

Es ist ein hartes Leben im Eisenbahnbau in Wales. Den ganzen Tag über wird geschuftet, gehämmert und Schienen verlegt. Wir sind Bauleiter eines solchen Arbeitertrupps und müssen die Aufgaben gut verteilen, sodass in FOOTHILLS alle Strecken befahrbar sind und die Arbeiter ihr wohlverdientes Bier im Pub genießen dürfen.

foothills info

FOOTHILLS wurde uns freundlicherweise von Lookout Spiele kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf unsere Bewertung.

 

Tut, Tut, Tut die Eisenbahn, …

FOOTHILLS ist ein Kennerspiel für 2 Personen, in welchem es um den Bau der Eisenbahn in Wales geht und das in der Welt von Snowdonia angesiedelt ist.

Ziel des Spiels ist es, am Ende mehr Siegpunkte als sein Gegenspieler zu ergattern und sich somit die Vorherrschaft im Eisenbahngeschäft zu sichern.

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Zu Anfang bekommt jeder Spieler das Material in seiner Farbe (Aktionsleiste, Spielstein, Zählmarke, 16 Gleis-/Stationsmarken und 5 Aktionskarten) und baut dieses vor sich auf. Die Aktionsleiste wird vor den Spieler und die Spielmarke sowie die Aktionskarten (A-F) in die dafür vorgesehenen Aussparungen gelegt. Von den 8 vorhandenen Bahnstrecken werden 2 gelost, welche in dieser Runde nicht gespielt werden. Die verbliebenen 6 Strecken werden zwischen den Spielern aufgebaut. Eine Streckenkarte besitzt folgende Felder: Streckenabschnitte, Stationsfelder und Bonusaktionen. Auf den Streckenabschnitten ist zusätzlich die Anzahl des vorhandenen Gerölls abgebildet, welches in Form von kleinen Holzsteinchen auf die Karten gelegt wird. Die übrigen Geröllklötzchen werden beiseitegelegt. Nun bleiben noch die farblich gekennzeichneten Stein-, Eisen- und Ereignisklötzchen, welche im beiliegenden Stoffbeutel gemischt werden. Danach werden 6 Steinchen gezogen und auf das Lagerplättchen gelegt. Das restliche Spielmaterial (Streckenarbeiter, Prellböcke, Tickets, Passagiere und Siegpunkte) wird gut erreichbar gelagert. Abschließend werden die übrigen Aktionskarten sortiert und neben die Streckenkarten gelegt, zusammen mit der Pub-Karte.

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Das Spiel kann auf 2 Arten enden:

  1. Alle 5 Prellböcke wurden aufgestellt.
  2. Es soll ein Streckenarbeiter platziert werden, dies ist jedoch nicht mehr möglich.

Doch wie treten diese Ereignisse ein? Dazu wird der Aufbau eines Spielzuges genauer erklärt, welcher immer in 3 Schritte geteilt ist:

  1. Aktionskarte wählen
  2. Aktionskarte ausführen
  3. Aktionskarte umdrehen

Der Spieler wählt also im ersten Schritt eine der 5 vor ihm liegenden Aktionskarten aus. Diese sind zu Beginn des Spiels alle auf die Vorderseite gedreht, welche golden gekennzeichnet ist. Auf einer Aktionskarte stehen folgende Informationen: das Wertungsfeld, die aktuelle Aktion, die Aktion auf der Rückseite und die Beschreibung der Aktion. Diese Beschreibung ist vor allem auf der Rückseite der Karte wichtig, da diese eine Aktion enthält, die meist nur mit Beschränkung ausgeführt werden kann. In Phase 2 wird die gewählte Aktion ausgeführt, hierzu werden die 5 Aktionen nun näher erläutert.

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Aktion A: Ressourcen nehmen

Wer diese Aktion wählt, darf sich bis zu 3 Klötzchen aus dem Lager nehmen, jedoch nur Eisen oder Stein. Wird dadurch das Lager geleert, füllt der Spieler das Lager wieder auf 6 Klötzchen auf. Wenn hierbei ein weißes Aktionsklötzchen aus dem Beutel gezogen wird, muss ein Streckenarbeiter platziert werden. Hierfür gehen die Spieler die Karten der Eisenbahnlinien Schritt für Schritt durch und auf der ersten Karte, auf welcher sich weder Gleise noch Stationen befinden, wird der Arbeiter platziert. Dadurch geht das Gebiet an eine dritte Firma und kann von den Spielern nicht mehr bebaut werden. Geröll hindert einen Arbeiter nicht daran, platziert zu werden, dies wird kurzerhand entfernt. Kann ein Streckenarbeiter nach diesen Regeln nicht mehr platziert werden, endet das Spiel.

 

Aktion B: Geröll entfernen

Bei dieser Aktion darf der aktive Spieler bis zu 4 Geröll von den Gleisen entfernen und in seinen Vorrat legen. Hierfür wählt er eine Bahnlinie und entfernt von links nach rechts so viel Geröll wie er möchte, jedoch maximal 4. Für jede freigelegte Streckenkarte erhält er sofort einen Siegpunkt. Die Entfernung von Geröll ist vor allem für die nächste Aktion wichtig, denn nur auf einem freien Feld, dürfen Gleise platziert werden.

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Aktion C: Gleisbau und Steintausch

Wählt der Spieler diese Aktion, darf er entweder ein Gleis für 2 Eisen bauen oder 2 Geröll gegen ein Stein tauschen, jedoch darf er diese Aktionen bis zu 3mal ausführen, also zum Beispiel 2 Gleise bauen und einmal Geröll eintauschen. Um ein Gleis zu bauen, muss ein Gleisfeld auf einer Streckenkarte jedoch frei von Geröll sein. Für den Bau eines Gleises erhält der Spieler sofort einen Siegpunkt. Schließt er zusätzlich noch die Linie ab, bebaut also das letzte Gleisfeld auf der Strecke, wird einer der Prellböcke ans Ende der Strecke gestellt. Handelt es sich hierbei um den letzten Prellbock, endet das Spiel. War es nicht der letzte Prellbock, ist die Strecke zwar geschlossen, jedoch können weiterhin Stationen gebaut werden.

 

Aktion D: Eine Station errichten

Eine Station kann auf allen freien Stationsfeldern auf den Streckenkarten platziert werden, auf welchen sich kein Geröll mehr befindet, und gebaut werden, wenn der Spieler die auf der Karte gezeigten Kosten für die Station bezahlen kann. Baut er nun eine Station, bekommt er erstmals hierfür eine Belohnung, ebenfalls auf der Karte verzeichnet, in Form von Passagieren. Diese bringen am Ende Siegpunkte oder werden wieder für den Stationsbau benötigt. Außerdem darf der Spieler sofort seinen Spielstein auf die Streckenkarte setzten und die beschriebene Aktion ausführen, falls eine vorhanden ist.

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Aktion E: Den eigenen Spielstein versetzen

In dieser letzten Aktion gibt es 3 Orte, an denen der Spieler seinen Spielstein platzieren darf: eine Streckenkarte, eine Schaffnerkarte oder das Pub. Auf einer Streckenkarte darf der Spielstein nur platziert werden, wenn dieser Ort bereits durch eine Station freigeschaltet ist. Ob dies eine eigene ist, ist hier irrelevant. Dann kann der Spieler die Bonusaktion der Karte durchführen. Ein Schaffner ist immer die erste Karte einer Bahnlinie. Bewegt der Spieler seine Figur hierhin, darf er sich das Ticket in der Farbe der Linie nehmen, dies bringt noch einmal Punkte am Ende des Spiels ein. Das dritte Feld ist das Pub. Nun darf der Spieler eine seiner Aktionskarten aus dem Spiel nehmen und auf seinen Wertungsstapel legen. Den Wertungsstapel bildet jeder Spieler für sich, dieser ist am Ende des Spieles wichtig. Hat ein Spieler eine Karte entfernt, darf er sich von den offen ausliegenden Stapeln der Aktionskarte eine neue nehmen, diese muss jedoch dieselbe Aktion aufweisen wie die abgelegte Karte. Hierdurch kann sich ein Spieler bessere Effekte auf den Rückseiten der Karten ergattern.

Wurde die gewählte Aktion durchgeführt, beginnt die dritte und letzte Phase: Der Spieler muss nun die gewählte Karte umdrehen. Auf den Rückseiten der Karten befinden sich ebenfalls Aktionen, allerdings nicht die gleichen wie auf der Vorderseite. So kann auf der Rückseite einer Aktion-A-Karte, eine Aktion D vorhanden sein. Außerdem haben die Rückseiten immer Einschränkungen, zum Beispiel kann eine Station dann nur auf einer Linie gebaut werden, zu welcher der Spieler bereits ein Ticket besitzt.

Tritt während des Spieles eine der Bedingungen für das Ende ein, wird die Schlusswertung durchgeführt. Hierfür zählt jeder Spieler seine Siegpunkte zusammen, die er im Spiel gesammelt hat. Zusätzlich wird der Wertungsstapel abgearbeitet. Hat also ein Spieler manche seine Aktionskarten entfernt, geht er diese nun Schritt für Schritt durch und betrachtet nur noch das Wertungsfeld in der oberen Ecke der Karte und wertet dieses (beispielsweise ein zusätzlicher Siegpunkt pro Station/Ticket/…).

Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

 

 … wer fährt mit, wer hängt sich an?

Das Spielmaterial ist zuallererst einmal überfordernd. Es gibt in der Schachtel leider kein Sortiersystem, stattdessen fliegt alles ungeordnet herum – dafür immerhin mit mehr als genug Zip-Beuteln. Außerdem dauert der Aufbau des Spieles, also das Sortieren der Klötzchen und Karten, in Relation zur Spielzeit lange. Im Hinblick auf die Qualität gibt es jedoch kaum etwas zu meckern. Die Karten und die Schachtel sind dem Thema entsprechend designt, da dies jedoch etwas altbacken ist, spricht vor allem die Schachtel nicht sofort jeden an. Die Holzklötzchen sind gut verarbeitet und schön lackiert. Besonders hervorzuheben sind die 3D-Prellböcke aus Karton, welche sogar aufgestellt werden können und somit wie echte Mini-Prellblöcke aussehen. Einziges kleines Manko ist die Verarbeitung der Aktionsleiste, in welche die Karten leider nicht richtig hineinpassen.

Die Anleitung ist gut strukturiert aufgebaut. So wird zu Anfang der Spielaufbau bildlich über zwei Seiten erklärt, im Weiteren werden die Aktionen nacheinander abgearbeitet und ausführlich erklärt. Hier bleibt kaum Platz für Fragen und wenn doch, sind diese schnell nachgeschlagen.

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