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TEST // AUFBRUCH NACH NEWDALE

TEST // AUFBRUCH NACH NEWDALE - Unser Fazit, die Wertung und mehr Bilder

 

deniz meine meinung überschrift

Alexander Pfister ist im Kennerspiel-Bereich dafür bekannt, dass seine Spiele mit vielen Mechaniken in Mechaniken gespickt sind und sie eher von erfahreneren Spielern gespielt werden sollten. NEWDALE zeigt sich da nicht zwangsläufig als Ausnahme. NEWDALE ist nicht der erste „Pfister“, der bei mir auf den Tisch gekommen ist, aber der erste Pfister, den ich in meine Sammlung aufgenommen und damit auch auf Herz und Nieren getestet habe.

Zu Beginn war ich sehr verwirrt, das möchte ich nicht abstreiten. Das Spiel erschlägt einen förmlich mit Symbolen und Mechaniken und es gibt weit und breit keinen Schnellreferenzbogen, was ich zunächst verfluchte. Beim zweiten Spielen verstand ich aber, warum dieser fehlte: Sobald die Symbole einmal entschlüsselt waren, wobei auch die letzten Seiten des Regelbuchs helfen, ist ein klares, sich wiederholendes Muster zu erkennen, womit jedes Symbol schnell identifiziert werden kann. Auch im Spiel mit meiner besseren Hälfte, die mit Kennerspielen eher weniger am Hut hat, gelang die Symbolerkennung nach einer kurzen Erklärung sehr schnell, wodurch es auch für Anfänger möglich ist, die Grundprinzipien des Spiels zu verstehen, ohne vorherige Erfahrungen mit anderen Spielen gemacht zu haben. Bei unseren Spieldurchläufen ist uns jedoch etwas wichtiges aufgefallen. Obwohl dieses Spiel für 1-4 Spieler geeignet ist, raten wir von einem 2-Spieler-Spiel ab. Warum? Bei 2 Spielern bestraft NEWDALE Pech sehr stark, während es Glück belohnt. Der Glücksfaktor, welche Gebäudekarten gezogen werden, ist bei einem 2-Spieler-Spiel so extrem, dass ich bei einem Spieldurchlauf meinem Spielpartner nur dabei zugucken konnte, wie er mich vernichtet, während ich nichts machen konnte. Dies kann zu einem gewissen Grad auch bei einem 3- oder 4-Spieler-Spiel passieren, jedoch werden die Spieler durch die Handlungen der anderen besser aufgefangen, da mehr Personen die Pläne der anderen Spieler vereiteln können. Die 1-Spieler-Variante ist auch nichts, womit angefangen werden sollte. Bei dieser Variante scheitert man schnell am Schwierigkeitsgrad, da für den Abschluss eines Kapitels ein Kapitelziel erfüllt sein muss. Dafür müssen die Mechaniken des Kapitels und die Funktionen des Spiels sehr gut verinnerlicht werden, da man sonst mit Fahnen und Trompeten untergeht (für Kapitel 1 brauchte ich 3 Anläufe, weil ich teilweise ziemliches Pech hatte und auch die Funktionen der verfügbaren Gebäude eher schlecht als recht kannte). Bei der Story waren meine Spielergruppe und ich uns einig, dass wir diese eigentlich nicht brauchen. Sie ist grundsätzlich eine gute Idee, da so die Mechaniken spielerisch erweitert werden, aber wirklich notwendig war/ist diese nicht.

Durch die Kapitel ist der Wiederspielwert aber sehr hoch, da immer eine weitere Herausforderung gespielt werden kann und durch die verschiedenen Spielpläne und Mechaniken dem Spiel weitere Varianten je nach Belieben hinzugefügt oder entfernt werden können.

Unterm Strich handelt es sich bei NEWDALE also um ein solides Spiel, das besonders Spieler im unteren Kennerbereich ansprechen könnte. Strategische Spieler könnten vom vorhandenen Glücksfaktor abgeschreckt werden. Durch die Variationen der Spielmechaniken und der Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad mit genügend Komplexität anpassen zu können, gewinnt das Spiel jedoch wieder an Tiefe.

 

newdale wertung

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