TEST // DADDY WINCHESTER

TEST // DADDY WINCHESTER - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

DADDY WINCHESTER gefällt mir wirklich sehr gut!

Das vorhandene Spielmaterial integriert sich gut ins Spiel und kann sinnvoll eingesetzt werden. Ein großer Pluspunkt ist, dass größtenteils auf Plastik verzichtet worden ist. Dafür wurden sehr kreative Bauteile für das Schiff und die Lokomotive bereitgestellt, die jedes Bastlerherz höher schlagen lassen. Die Spielmechanismen sind sicherlich nichts neues. Dennoch ist es ein sehr unterhaltsames Spiel, das durchaus auch zu sehr strategischem Denken einlädt.

Die Anleitung ist sehr kurz und prägnant und das Spielbrett ist sehr übersichtlich gestaltet, wodurch man nicht viel Zeit damit verbringt, aufwändige Spielregeln zu verstehen. Obwohl die möglichen Aktionen begrenzt sind, wurde das Spiel auch nach mehrmaligem Spielen nicht eintönig, da man immer verschiedene Ziele hatte. Sofern man ein Fan von Verhandlungsspielen ist, kann ich das Spiel nur empfehlen.

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Dadurch, dass man nur in 1.000-Dollar-Schritten bieten kann, ziehen sich die Verhandlungen nicht ewig in die Länge, was ich als sehr positiv empfinde. Da die Mitspieler das gebotene Geld erhalten, ist es in jedermanns Interesse, das Gebot möglichst hoch zu treiben. Doch es braucht auch ein geschicktes Händchen, um zu spüren, wann man aus den Verhandlungen austreten sollte, wenn man die Parzelle nicht selbst ersteigern möchte. Das kann dann auch gerne mal ins Auge gehen und genau das macht das Spiel so spannend und strategisch.

Weniger hat mir gefallen, dass es für einen Spieler bei bestimmten Auftragskombinationen sinnvoller sein kann, passiv zu spielen, das heißt keine Parzellen zu kaufen und einfach nur das Geld einzusammeln. Dadurch wird die Interaktion natürlich erheblich eingeschränkt. Wenn man mit mehreren spielt, fällt das nicht so auf, aber in einer kleineren Runde verändert das die Spieldynamik doch drastisch. Aus einem lebhaften Spiel wird dann ein viel ruhigeres Spiel. Um das zu beheben, wäre es sinnvoll, höhere Belohnungen für jede gekaufte Parzelle zu bekommen, damit der Anreiz größer ist, mitzubieten. Natürlich ist das eher die Ausnahme und nicht die Regel.

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Außerdem werden das Schiff und die Lokomotive leider ziemlich wenig benutzt, da es nur relativ wenige „Bewegung“-Bonusplättchen gibt. Es wäre sinnvoller gewesen, die „Gerücht“-Bonusplättchen wegzulassen, da man über das Spiel verteilt sowieso nicht sehr viele Aufträge der anderen Spieler anschauen kann und auch mit dieser Information wenig Einfluss auf das Spielgeschehen hat. Man hat schon nicht genug Geld zur Verfügung, um alle Parzellen zu kaufen, die man für die Erfüllung des eigenen Auftrages braucht. Folglich hat man natürlich auch kein Geld, um Parzellen zu kaufen, nur um den Auftrag eines anderen Spielers zu durchkreuzen.

Nichtsdestotrotz ist DADDY WINCHESTER ein sehr gelungenes Spiel, das an den nächsten Spieleabenden auf jeden Fall nochmals gespielt wird.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

Tags: Ressource Management, Storytelling, 3-5 Spieler, Kampagne, Strategie

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