Test  | Kosmopolit

Test | Kosmopolit

Hereinspaziert, hereinspaziert! Herzlich willkommen im „Kosmopolit“ dem wohl kosmopolitischsten Restaurant der Welt. Menschen aus aller Herren Länder können von unseren Speisen kosten und das ganz ohne Sprachbarriere. Wie das geht? Nun ganz einfach: Die Speisekarte ist in Lautschrift verfasst, so kann sich jeder Mensch, egal aus welchem Land ein typisches Gericht servieren lassen. Wenn uns das keine 5-Sterne-Bewertung auf Google einbringt, was dann?

 

infos zum spiel

Huch! hat uns "Kosmopolit" freundlicherweise für eine Rezension zur Verfügung gestellt.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

Spielbeschreibung

In „Kosmopolit“ betreiben wir kooperativ ein Restaurant, indem Speisen aus aller Welt serviert und in allerlei Sprachen bestellt werden. Zu Beginn verteilen wir die Rollen der Kellnerin, des Oberkellners und der Köche. Die Kellnerin verwaltet die benötigte App, wählt dort die Anzahl der Mitspielenden (vier bis acht) aus und auf welchem Schwierigkeitsgrad gespielt wird. Die Kellnerin ist es auch, die die Bestellungen der Gäste per Kopfhörer am Smartphone hört und an den Oberkellner weitergibt. Dieser notiert sich das Gehörte und gibt es an die Köche weiter. Diese haben nun die Aufgabe in ihren Sprachkarten die richtige Speise zu finden und die entsprechende Zutat herauszusuchen. Die fertige Bestellung wird an den Oberkellner zurückgegeben, der diese an die Kellnerin mit der entsprechenden Tischkarte weiterreicht. Die Kellnerin serviert nun mit Hilfe der App die Bestellung am jeweiligen Tisch.

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Wird die richtige Speise dem Gast vorgesetzt, legt die Kellnerin die Karten beiseite und das Team erhält Punkte. Ist die Bestellung falsch, gibt der Oberkellner die Karten an die Köche zurück und die Suche geht weiter.

Eine Partie „Kosmopolit“ kann auf zwei Arten enden. Entweder alle Tische wurden bedient oder die Zeit von sechs Minuten ist abgelaufen. Am Ende erfolgt in der App eine Auswertung der Punkte. Jeder richtig bediente Tisch gibt 10 Punkte. Aber es gibt auch Minuspunkte, falls bspw. ein Tisch falsch bedient oder eine ältere Bestellung erneut angehört wurde.

Erreicht die Gruppe eine gewisse Punktzahl werden höhere Schwierigkeitsstufen freigeschaltet und sogar ein extra Kartenpäckchen mit weiteren Sprachen und Zutaten kann im Verlauf geöffnet werden.


Wir haben im Vorhinein schon einiges über „Kosmopolit“ gehört und gelesen, nicht alles war dabei positiv. Daher waren wir sehr gespannt, ob uns das Spiel überzeugen kann. Neben der Anleitung, einem kleinen Block und einer Menge Karten liegt „Kosmopolit“ noch ein Begleitheft bei, indem sich mit dem Thema „Sprache“ auseinandergesetzt wurde und in das definitiv eine Menge Arbeit geflossen sein muss.

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Aber nun zurück zum eigentlichen Spiel. „Kosmopolit“ ist, wenn man sich erstmal durch die etwas unübersichtliche Anleitung gekämpft hat, schnell erklärt. Das Spielprinzip ist für uns neuartig und funktioniert grundsätzlich gut. Auch die Rolle des Oberkellners, die wir anfangs als eigentlich überflüssig eingestuft haben, wird vor allem mit fortlaufender Schwierigkeit immer interessanter und wichtiger. Dann eigentlich können die Köche jedes Wort der Kellnerin hören, aber mit höherem Schwierigkeitsgrad müssen sehr viele Bestellungen gleichzeitig bearbeitet werden und es ist für die Köche unmöglich alles mitzuhören.

Leider ist für uns die zwingende Notwendigkeit der App ein Manko. Dass für das Spiel eine App benötigt wird, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar und wird nur klein auf der Schachtelrückseite und später in der Anleitung erwähnt. Personen, denen App-Begleitungen für Spiele ein Dorn im Auge sind sollten von „Kosmopolit“ eher die Finger lassen. Auch wird in der Anleitung nur erwähnt die „Kosmopolit“-App runterzuladen. Wir haben zunächst daher aus Versehen die französische App gedownloadet, eine Sprachauswahl ist in der App nicht möglich. Die deutschsprachige App heißt „Kosmopolit DE“. Dies ist nicht zwingend schlimm, wir möchten es aber an dieser Stelle trotzdem erwähnen. Da die Bestellungen ausschließlich über die App abgewickelt werden können und Zeit eine knappe Ressource im Spiel ist, sollte die Rolle der Kellnerin stets mit einer recht technikaffinen Person besetzt sein.

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Sind alle Rollen besetzt geht es an den Spielaufbau. Spätestens wenn die höheren Schwierigkeitsstufen freigeschaltet wurden, fängt hier eine große Sortiererei an, da nicht immer mit allen Sprachen und Zutaten gespielt wird. Diese werden von der App für jedes Level neu vorgegeben. Eine Partie „Kosmopolit“ dauert maximal sechs Minuten und wir haben leider teilweise länger für den Spielaufbau benötigt als eine Runde am Ende gedauert hat.

„Kosmopolit“ sorgt, insbesondere in den fortgeschritteneren Schwierigkeitsstufen, für Spannung am Tisch. Alle am Tisch sind in das Spielgeschehen involviert. Downtime ist so gut wie nie vorhanden, was uns sehr gut gefallen hat. Durch die entstehende Hektik bekommt man fast das Gefühl tatsächlich in einem Restaurant zu arbeiten. Diese Hektik muss man aber auch mögen. „Kosmopolit“ ist definitiv nichts für einen ruhigen Spieleabend.

Wir haben mittlerweile alle Karten freigeschaltet. Leider entwickelt sich das Spiel nicht wie versprochen weiter. Es ist eher more of the same, mehr Speisen, mehr Zutaten, mehr Gäste, die in sechs Minuten bedient werden wollen. Wir konnten keine Veränderung des Spielprinzips feststellen, daher hält sich für uns die Langzeitmotivation eher in Grenzen, auch wenn jede Partie bisher Spaß gemacht hat. Hier wurde leider ein wenig Potential verschenkt, denn mit ein paar kleineren Änderungen hätte man das Spielprinzip nochmal etwas auflockern können.

„Kosmopolit“ hat uns in seinen Grundzügen an das Videospiel „Overcooked“ erinnert. Fans dieses Spiels sollten auf jeden Fall mal einen Blick auf „Kosmopolit“ werfen.

 

Wertung zum spiel

 

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