Test | Tiletum

Test | Tiletum

In „Tiletum“ beweisen wir unser Können als Kaufleute in der frühen Renaissance. Wir reisen quer durch Europa, um Rohstoffe zu sammeln, Handelsverträge abzuschließen und uns am Bau verschiedener Kathedralen zu beteiligen. Um unsere Bekanntheit bei den hohen Familien Europas zu steigern, nehmen wir an Messen teil. So verbessern wir unser Ansehen, denn nur wer sich von der Konkurrenz absetzt, darf sich zu den berühmtesten Handelsleuten Europas zählen.

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Spielbeschreibung

„Tiletum“ zeichnet sich besonders durch seinen Würfelauswahlmechanismus aus. Zu Beginn jeder Runde werden Würfel mit gleichen Augenzahlen zufällig auf ein Rondell mit sechs verschiedenen Aktionen verteilt. In jedem Spielzug entscheiden sich die Spielerinnen und Spieler für einen dieser Würfel und erhalten dafür Rohstoffe und die entsprechende Aktion.

Die Anzahl der Würfelaugen spielt dabei eine besondere Rolle. Nutzt man einen Würfel mit der Augenzahl zwei darf man zwei Ressourcen der entsprechenden Art nehmen und die jeweilige Aktion mit einer Wertigkeit von fünf ausführen. Die Anzahl der auswählbaren Würfel ist auf 12 Würfel im gesamten Spiel beschränkt und macht die Abwägung zwischen Ressourcenanzahl und Aktionsstärke zu einem wichtigen und interessanten Mechanismus.

 

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Mithilfe der sechs Aktionen erwirtschaften alle Siegpunkte und erarbeiten die Grundsteine für verschieden Boni und zukünftige Kettenzüge. Durch zwei der Aktionen können Händler und Architekten über die Karten von Europa bewegt und die wichtigsten Städte der damaligen Zeit besucht werden.

Der Architekt errichtet Säulen in den verschiedenen Städten, die erlauben, am Bau von Kathedralen teilzunehmen. Der Händler errichtet Geschäfte in den Städten, die dazu berechtigen, an vier verschiedenen Messen teilzunehmen, die Siegpunkte für das Erreichen bestimmter Ziele liefern.

Daneben gibt es die Möglichkeit, bekannte Personen in den eigenen Unterkünften unterzubringen und dafür Belohnungen zu erhalten. Mit Hilfe von Verträgen können Rohstoffe in Siegpunkte getauscht und mit der Königsaktion in der Gunst des Königs aufgestiegen werden, um jede Runde Siegpunkte zu erhalten und in der Reihenfolge der nächsten Runde weiter vorne zu sein.

 

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Alle Mechaniken des Spiels sind eng miteinander verzahnt. So müssen beispielsweise durch das Erfüllen von Aufträgen neue Säulen freigeschaltet werden, ehe diese von den Architekten in den verschiedenen Städten verteilt werden können. Im Laufe des Spiels können die Kaufleute verschiedene Sonderplättchen freischalten, die es erlauben, zusätzlich zu den drei Würfelaktionen pro Runde weitere Aktionen auszuführen. Durch den geschickten Einsatz dieser Plättchen entstehen eindrucksvolle Kettenzüge, die einen großen Beitrag zum Sieg leisten können.

Das Spiel endet nach Abschluss der vierten Runde. Wer nach der Endwertung die meisten Siegpunkte sein Eigen nennen kann, gewinnt das Spiel.


Meine Meinung vera thorsten

 

 

„Tiletum“ ist die neueste Ergänzung der T-Reihe und tritt damit in die Fußstapfen von Spielen wie „Teotihuacan“ oder „Tabanussi“.

Die Gestaltung der Illustrationen und des Spielmaterials ist schlicht, aber insbesondere die Holzfiguren und die recht dicken Ressourcenplättchen wissen zu überzeugen. Die Optik des Spiels konnte uns leider nicht zu hundert Prozent begeistern, da die Gestaltung des Spielbretts für unseren Geschmack etwas zu trist ist. Dennoch hat uns die Tischpräsenz gerade zu Ende einer Partie sehr gut gefallen, da die vielen Holzfiguren toll aussehen und uns ein gutes Gefühl vermitteln, was wir im Laufe der Partie alles geschafft haben.

 

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Während die Optik und die Illustrationen definitiv Geschmackssache sind, haben wir uns sehr über die Farbgestaltung der Würfel gewundert. Bei nicht optimalen Lichtverhältnissen ist es uns und unserer Spielgruppe trotz normaler Sehfähigkeit oft schwergefallen, die Würfel auseinanderzuhalten. Insbesondere die Unterscheidung der grauen und hellblauen Würfel hat unsere Augen vor einige Herausforderungen gestellt. Hier wären intensivere Farben oder eine andere Farbauswahl vor allem vor dem Hintergrund der Inklusion von Farb- oder anderen Sehschwächen wünschenswert gewesen.

Wie so oft bei Eurogames wirkt auch das Thema von „Tiletum“ eher aufgesetzt und austauschbar. Dies hat uns aber nicht groß gestört, denn die Spielmechaniken wissen definitiv zu überzeugen! Die Verzahnung zwischen den einzelnen Mechanismen und dem Zusammenspiel von Erhalt der Ressourcen und Aktionspunkte hat uns sehr gut gefallen. Durch das Aktionsrad entwickelt sich eine angenehme Spieldynamik. So stehen nicht alle Aktionen zwangsläufig jede Runde zur Verfügung und am besten haben wir immer noch einen Plan B oder C in der Hinterhand, falls andere Personen uns die Würfel wegschnappen. Ebenso ist die Abwägung zwischen Aktionsstärke und Anzahl der Ressourcen sehr relevant und macht jede Entscheidung im Spiel wichtig und interessant.

 

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„Tiletum“ verlangt von uns ein großes Maß an Vorausplanung, aber auf einem sehr angenehmen Level. Etwas fundamental falsch machen kann man so gut wie nicht und jeder Zug bietet verschiedene Optionen. Die optimale Nutzung dieser Möglichkeiten ist Voraussetzung, um das Spiel zu gewinnen. Fehler oder die nicht optimale Ausführung von Aktionen fühlen sich aber im Laufe der Partie nicht so schlimm an, da man für fast alles Siegpunkte erhält. Diese Tatsache und die allgemeine Zugänglichkeit der Regeln und Aktionen machen „Tiletum“ für uns zu einem sehr guten Einstieg für alle, die gerne in die Expertenspielwelt oder in die Welt der T-Spiel eintauchen möchten.

Zusätzlich haben die verschiedenen Möglichkeiten, Siegpunkte zu generieren, für viel Spaß und Spannung am Tisch gesorgt. Durch diese Varianz hatte „Tiletum“ für uns einen hohen Wiederspielwert, da wir so viele Strategien wie möglich ausprobieren wollten. Zu Frustmomenten kam es bei uns nur, wenn wir es nicht rechtzeitig zu den Messestädten geschafft haben. Nehmen wir nicht an den Messen teil, wird der Vorsprung der anderen oft uneinholbar.

 

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Ein Hinweis zur Spielbarkeit mit verschiedenen Personenzahlen müssen wir am Ende auch noch mitgeben. Während der Startpersonen-Vorteil im Spiel zu zweit zu vernachlässigen ist, ist er im Drei- oder Vier-Personenspiel stark erkennbar und wird durch das zusätzliche Gold der dritten oder vierten Person nicht unbedingt angemessen ausgeglichen. So kann es passieren, dass die ersten beiden Personen alle wichtigen Plättchen geplündert oder wichtige Standorte bereits mit Häusern bebaut haben.

Dies war nicht in jeder unserer Partien ein Problem, kann durch die zufällige Verteilung der Messen und Plättchen aber vorkommen. Im Gegensatz dazu hat die Königsaktion im Zweipersonenspiel so gut wie keine Relevanz, wird aber dafür bei drei bis vier Personen wichtiger, da nicht immer sinnvolle Aktionen zur Verfügung stehen und daher die Personenreihenfolge auch im Laufe der Partie eine hohe Bedeutung hat. Uns hat es in unseren Partien nicht besonders gestört, es kann aber auch anders aufgenommen werden und sollte daher hier Erwähnung finden.

Insgesamt ist „Tiletum“ für uns ein tolles Strategiespiel mit sehr interessanten Mechanismen und es bietet einen guten Einstieg in die Welt der Expertenspiele, ohne zu sehr zu überfordern. Für Fans der T-Reihe könnte das Spiel vielleicht etwas zu seicht sein. Wir selbst haben aus der T-Reihe bisher nur „Teotihuacan“ gespielt, würden „Tiletum“ zukünftig jedoch immer bevorzugen.

 

wertung

 

 

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Tags: 1-4 Personen, Ressoucenmanagement, Set sammeln, Eurogame, Solospiel

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