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Angespielt: Valhal – Ein Ausflug in die Wikingerzeit

Geschrieben von Daniel Krause.

Angespielt: Valhal – Ein Ausflug in die Wikingerzeit

Mit Valhal haben sich Martin Otzmann und Mario Arthur als Autoren einen Traum erfüllt. Über Kickstarter konnte das Projekt realisiert werden und wurde nach einigen Produktionsproblemen zuverlässig ausgeliefert. Wir haben eine Kopie auf den Tisch bekommen und gleich los gelegt.

Der erste Eindruck ist, dass die hübsch designte Packung recht klein ist. Wenn man sie dann öffnet, sieht man, dass der Platz perfekt genutzt ist. Somit ist es endlich mal ein Spiel, dass nicht ausufernd mit dem raren Platz von Brettspielern umgeht. Tatsächlich enthält das Spiel viele Komponenten, doch die Anleitung erklärt recht gut, wie sie zu verwenden sind.

So funktioniert das Spiel

Jeder Spieler erhält im Spiel seine eigene kleine Wikingersiedlung und ein wenig Nahrung, Eisen und Gold. Zum Start haben sie eine Einheit Wikinger und ein Langboot. In der Spielmitte liegen Orte aus, die die Spieler plündern dürfen. Außerdem werden noch diverse Kartenstapel gebildet und die Würfel parat gelegt.

Angespielt: Valhal – Ein Ausflug in die Wikingerzeit

Das Spiel ist nach Jahreszeiten ausgerichtet. Im Sommer geht es auf zur Plünderung. So gehört sich das für Wikinger! Die Städte haben unterschiedlich starke Abwehrvorrichtungen. Dementsprechend stark muss die angreifende Armee ausgestattet, und ein passendes Schiff muss auch vorhanden sein.

Das Plündern läuft über eine Karte, auf der die verschiedenen Stärken nachgehalten werden. Über Würfelwürfe wird endschieden, ob die Plünderung Erfolg hat. Ist das der Fall, werden die Plünderer reich belohnt. Scheitern sie, sterben die Einheiten und es wird kompliziert. Das Leben der Wikinger ist auf Plündern ausgelegt. Manchmal macht es mehr Sinn eine kleine Stadt zu überfallen und sichere Beute zu machen, als an der befestigten Stadt zu scheitern. Dafür bringt letztere natürlich viel mehr Beute… Das bleibt im Spiel ein Dilemma, dass immer wieder gut abgewogen werden muss.

Angespielt: Valhal – Ein Ausflug in die Wikingerzeit

Neue Einheiten auszuheben ist teuer und dauert lange. Die Ausbildung dauert in diesem Spiel tatsächlich eine Weile, oder um genau zu sein ein ganzes Jahr, in dem drei Runden gespielt werden. Der Winter ist im Norden so kalt und lang, dass er gleich das halbe Jahr beansprucht. Zusätzlich kann nur ausgebildet werden, wenn die Dorfbewohner mit Nahrung versorgt sind. Diese kann entweder erbeutet oder erkauft werden.

Zusätzlich kann das Dorf ausgebaut werden. Gebäude können jeweils einmal errichtet werden und bringen dann große Vorteile mit. Das Vorratslager lagert Nahrungsmittel ein, Die Trockenkammer speichert Baumaterial, die Opferstätte bietet Boni für Opferungen und die Schmiede beschleunigt die Ausbildung und es können stärkere Veteranen ausgebildet werden.

Immer wenn ein Jahreszeitenwechsel vollzogen wird, werden die Plättchen und Karten, die in sich in Entwicklung befinden eine Stufe weitergedreht. Wichtig ist, dass diese für jedes Jahreszeit mit einer Münze für die Arbeit bezahlt werden und die Bevölkerung Nahrung hat. Hungrige Dörfler überleben zwar, aber arbeiten nicht.

Angespielt: Valhal – Ein Ausflug in die Wikingerzeit

Fazit

Valhal hat mich direkt angesprochen. Ja, es hat kein perfektes Design, bezogen auf die Icons und Tokens. Alles erinnert mich ein wenig an ein von einem Indie-Team entwickeltes Strategiespiel für den PC. Mit wenig Ressourcen wurde hier das maximale Ergebnis erreicht. Es ist nicht perfekt, denn das Würfeln ist was es ist – Zufall. Es kann passieren, dass eine sorgsam ausgebildete überlegene Arme es nicht schafft eine Stadt zu plündern. Doch so frustrierend es auch sein mag, es ist schon ein wenig historisch akkurat, denn viele Wikinger werden auf ihren Beutezügen gestorben sein. Der Tod war allgegenwärtig und die Vision nach Walhalla zu kommen allgegenwärtig. Nur so konnte man den bitteren Alltag vermutlich überstehen. Dieses schmutzige ambivalente Gefühl schafft das Spiel (bei mir) zu transportieren und nicht trotz, sondern wegen seiner Kanten.

Es ist zu bemerken, dass hier mit sehr viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Es gibt unzählige Texte, die im Prinzip nicht spieltechnisch relevant sind. Die Icons auf den Karten reichen aus, um zu erfassen, welche Belohnung man erhält. Doch die Texte transportieren immer ein wenig Geschichte mit, die die Spieler noch mehr in die Geschichte reinbringen.

Aktuell ist das Spiel im Verkauf erhältlich, jedoch nur im Shop des Verlages.

Webseite des Verlages

Bilder zum Spiel

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