Test | Tomatomat

Test | Tomatomat

Die köstlichsten und außergewöhnlichsten Tomaten-Raritäten sind in unterschiedlichen Tomaten-Automaten verfügbar. Schnell sind die passenden Münzen gefunden. Aber Vorsicht vor den Dieben! Da hilft nur der vorausschauende Einsatz der Polizei...

 

infos zum spiel

Piatnik hat uns "Tomatomat" freundlicherweise für eine Rezension zur Verfügung gestellt.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

Versuche ich die passende Münze zu legen? Aber wenn der Dieb zuschlägt?

In „Tomatomat“ versuchen alle am Tisch, an die wertvollsten Tomaten-Automaten zu gelangen. Die Auslage umfasst immer vier „Tomatomaten“. Alle Personen verfügen über einen eigenen Kartenstapel mit zwölf Karten. Immer vier davon bilden eine Kartenhand und werden verdeckt den Automaten zugeordnet. Haben diese alle Personen simultan erledigt, werden nun die Automaten der Reihe nach ausgewertet.

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Die Auswertung folgt einem festen Ablauf. Zuerst fangen alle Polizisten die gleichfarbigen Diebe. Danach stehlen noch freie Diebe die Münzen der entsprechenden Farbe, auch die eigenen. Zuletzt wird anhand der restlichen Münzwerte der neue Inhaber des Automaten festgestellt. Übrige Münzen in der Farbe der enthaltenen Tomaten zählen hierbei doppelt. Ist der eigene Stapel aufgebraucht, wird dieser im Uhrzeigersinn weitergegeben. Bei weniger als vier Personen gibt es ungenutzte Stapel, welche dennoch in die Rotation aufgenommen werden. So werden nun vier Runden gespielt.

Auf den „Tomatomaten“ sind ein bis drei Sterne abgebildet. Diese werden am Ende der vierten Runde gezählt. Wer die meisten Sterne sammeln konnte, gewinnt das Spiel. Die Anzahl der ergatterten Automaten kommt bei Gleichstand als entscheidender Aspekt zum Tragen.


„Tomatomat“ ist ein tolles Familien-Kartenspiel. Das Thema ist witzig und für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen ansprechend.

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Durch das simultane Legen der Karten sowie das kurzweilige Auswerten der einzelnen Automaten existiert nahezu kein Leerlauf. Dementsprechend angenehm flüssig ist das Spielgefühl. Diese Gleichzeitigkeit kann jedoch auch etwas Unmut verursachen. Dies geschieht, wenn sich Personen ausschließlich an den anderen orientieren und nur auf das Ablegen ihrer Karten reagieren. Hier ist einfach Fairness und die genaue Beachtung der „Nicht mehr umlegen“-Regel gefragt. Denn durch das verdeckte Legen der eigenen Karten entsteht eine spannende „Ich denke, du denkst, dass ich denke“-Situation, ohne ein zu umfangreiches Regelwerk beachten zu müssen. Dieser Ansatz sollte im Vordergrund stehen, um den Spielspaß für alle zu gewährleisten.

Die drei Kartenarten Münzen, Polizisten und Diebe ergeben ein sehr passendes Maß an Komplexität. Durch die beiden Münzwerte und die Wichtigkeit der ausgespielten Farbe entsteht ein Raum zum Erproben von ersten Bluff-Strategien. Natürlich gehört etwas Glück dazu, die richtigen Karten auf die Hand zu ziehen. Andererseits macht dies ja auch oft den Reiz von traditionellen Kartenspielen aus. Dies wurde hier erhalten. Und die vier ausliegenden Automaten bieten auch vermeintlich schwachen Händen die Chance, etwas abzugreifen. Bereits mit zwei Personen macht „Tomatomat“ wirklich Spaß und funktioniert. Mit drei oder vier Personen entfaltet sich die Mechanik natürlich noch etwas besser.

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Die Karten sind sprachneutral, und die Symbolik ist sehr klar und intuitiv. Nach dem ersten Erklären sollten sich auch für Kinder hier keine weiteren Verständnisfragen ergeben. Was die Regeln betrifft, dürften sich Vielspieler-Familien hier sofort zurechtfinden. Für alle anderen finden sich in den sehr gut geschriebenen Regeln alle Antworten sehr schnell. Der Ablauf ist nach einer Partie komplett verinnerlicht.

Leider benötigt das Spiel gerade mit drei oder vier Personen sehr viel Platz auf dem Tisch. Dies schränkt die Option eines Reisespiels doch enorm ein. Für den eventuell anstehenden Urlaub sollte es nur eingeplant werden, wenn ein richtiger Esstisch normaler Größe zur Verfügung steht. Dann allerdings hat „Tomatomat“ durchaus das Potential, regelmäßig auf den Tisch zu kommen.

Abschließend kann ich das Spiel vor allem kartenspielenden Familien sehr empfehlen, die sich keine zu komplexen Spiele wünschen. Es bietet den Charme eines klassischen Kartenspiels, jedoch mit zugänglichen und interessanten Zusätzen.

 

Wertung zum spiel

 

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Tags: 2-4 Personen, Take That!, 20 Minuten, Gleichzeitiges Spielen, Bluffen, Kartenspiel

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