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Test: Sagrada – Willkommen in der Würfelkirche

Geschrieben von Daniel Krause.

Test: Sagrada – Willkommen in der Würfelkirche

Willkommen in der Kirche der Würfel. Ihr Name ist „Sagrada“ und ab sofort auch in Deutschland verfügbar. Pegasus Spiele hat das auffällig und hübsch designte Spiel von Adrian Adamescu und Daryl Andrews veröffentlicht. Das Spiel ist für 1-4 Spieler und bietet eine knackige Spielzeit von 30-45 Minuten, in denen die Spieler gut unterhalten sind.

Das ist das Spielziel

Als Kunsthandwerker wetteifert ihr darum, das schönste Kirchenfenster in der Sagrada Familia zu erschaffen. Eure Glasstücke werden durch Würfel dargestellt. Diese besitzen eine Farbe und eine Schattierung. Letztere wird durch die Würfelaugen angezeigt – je geringer der Wert, desto heller die Schattierung. In jedem Durchgang wählt ihr reihum 1 Würfel aus dem Fundus und platziert ihn in eurem Fenster. Dabei müsst ihr die Farb- und Schattierungsvorgaben der Musterkarten in eurem Fenster beachten und dürft nie 2 Würfel der gleichen Zahl oder Farbe direkt nebeneinander platzieren. Werkzeuge helfen euch dabei, diese Vorgaben zu erfüllen.

Test: Sagrada – Willkommen in der Würfelkirche

Nach 10 Runden erhaltet ihr Prestigepunkte für Öffentliche und Geheime Auftragskarten. Wer so die meisten Prestigepunkte erreicht, hat das schönste Kirchenfenster gestaltet und gilt ab sofort als berühmtester Kunsthandwerker Spaniens.

Spielablauf

Die Spielregeln sind mit vier A4 Seiten recht knappgehalten und im Prinzip ist die Regel sehr einfach. Jeder Spieler hat ein Kirchenfenster vor sich liegen, in das eine von zwei doppelseitigen Musterkarten, nach eigener Wahl eingesteckt wird. Diese Karte zeigt an, wie viele Gunststeine der Spieler erhält. Sie werden neben das Kirchenfenster gelegt. Unterhalb der kleinen Rundanzeige werden drei von 12 Werkzeugkarten ausgelegt und darunter noch drei von 10 öffentlichen Auftragskarten. Jeder Spieler erhält noch eine eigene Auftragskarte und schon wird gestartet.

Test: Sagrada – Willkommen in der Würfelkirche

Der Startspieler nimmt für jeden Mitspieler zwei zufällige Würfel aus dem Beutel und am Schluss noch einen zusätzlichen. Diese werden gewürfelt und bilden die Auslage. Nun wird reihum jeweils ein Würfel genommen und in das eigene Fenster eingebaut. Das einbauen erfolgt nach simpel klingenden Regeln: Die Würfel dürfen angrenzend weder die gleiche Farbe, noch die gleich Zahl haben. Diagonal ist es jedoch in Ordnung. Würfel dürfen nur angrenzend oder diagonal ausgelegt werden und sie müssen die Vorgabe der Musterkarte einhalten. Nach der ersten Runde wird in umgekehrter Reihenfolge gespielt. Das hat zur Folge, dass der letzte Spieler gleich zweimal an der Reihe ist.

Optional darf immer noch eine Gunstaktion, vor oder nach der Hauptaktion ausgeführt werden. Wer als erstes eine Werkzeugkarte nutzt, legt einen Gunststein darauf ab. Jeder weitere muss jeweils zwei auf die Karte legen um sie zu nutzen. Über diesen Weg dürfen manche Regeln ausgesetzt werden. Das ist insofern interessant, weil dadurch die Auslage optimiert werden kann, oder ein sonst unmöglicher Zug möglich wird.

Test: Sagrada – Willkommen in der Würfelkirche

Spielende

Nach 10 runden endet das Spiel und es wird nun geschaut, wie viele Punkte jeder Spieler hat. Gewertet werden die öffentlichen Auftragskarten, die geheime Auftragskarte und übrig gebliebene Gunststeine. Für jede Lücke im Fenster wird ein Punkt abgezogen.

Fazit

„Sagrada“ hat mir sofort gefallen, auch wenn ich sonst eher strategische Spiele vorziehe, ist hier ein gutes abstraktes Spiel entstanden. Die Produktionsqualität ist tadellos und die auch optisch kann es mich mit seinem eigenen Stil überzeugen. Die Verpackung ist matt und glänzend bedruckt. Alle Spielkomponenten sind sicher verstaut und einer Kunststoffeinlage. Die Gunstmarker sind aus Glas und die Fenstertableaus sind aus enorm dicker Pappe. So sollten Spiele 2018 produziert sein!

Spielerisch, kann mich „Sagrada“ ebenfalls überzeugen. Die knackige Spielzeit ist spannend und unterhaltsam gefüllt. Es ist in manchen Situationen echt kniffelig den passenden Würfel zu nehmen und spannend zu hoffen, dass einem der perfekte Würfel nicht vor der Nase weggeschnappt wird.

Test: Sagrada – Willkommen in der Würfelkirche

Jeder spielt hier für sich, weswegen das Spiel tatsächlich auch alleine Spaß macht. Je nach gewählter Musterkarte kann es schwer werden das Muster am Ende füllen zu können. Wer sich nicht konzentriert baut schnell Fehler ein, die einem am Ende des Spiels wichtige Punkte kosten können.

Stark ist der Wiederspielwert. Da es eine variable Auslage gibt, verändert sich das Spiel immer wieder in gewissen Bereichen. Das motiviert sicher, mit der überschaubaren Spielzeit, der schnellen Erklärung und dem schnellen Aufbau, das Spiel häufiger auf den Tisch zu bringen. Wenn das dann dem Verkaufspreis entgegengestellt wird, sollte das in die Kaufentscheidung einfließen.

Wer logische Spiele mag und gutes Material zu schätzen weiß, der kann unbedacht zugreifen und ein gutes Spiel erwarten.

Bilder zum Spiel

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