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TEST // HARRY POTTER: KAMPF UM HOGWARTS

TEST // HARRY POTTER: KAMPF UM HOGWARTS

Willkommen an der Zauberschule für Hexerei und Zauberei. Bevor wir unser Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte an euch richten. Ihr seid heute hier, weil ihr auserwählt worden seid. In jedem von euch schlummert die einzigartige Fähigkeit der Magie. Hogwarts wird innerhalb der nächsten Jahre euer zu Hause sein. Ihr werdet geschult und von den mächtigsten und einflussreichsten Lehrern ausgebildet. Ob Kräuterkunde bei Professor Sprout, Zaubertränke bei Professor Snape oder Verteidigung gegen die dunklen Künste bei Professor Lupin. Einige werden hervortreten und sich einreihen in die lange Liste bedeutender Zauberer und Zauberinnen. Doch einige werden auf diesem Weg scheitern, versagen und vielleicht den Tod finden. Drum spielt es keine Rolle, wer ihr seid, sondern wozu ihr werdet, denn viel mehr, als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind. Darum wünsche ich nun viel Spaß und eine bezaubernde Zeit hier an der Schule für Hexerei und Zauberei.

 

infos zum spiel

Hierbei handelt es sich um eine Rezension des Spiels HARRY POTTER: KAMPF UM HOGWARTS,
welches von brettspiel-news.de gekauft wurde.

 

Darum geht es in dem Spiel

 

HARRY POTTER: KAMPF UM HOGWARTS ist ein kooperativer Deckbuilder aus der Feder von Forest-Pruzan Creative. Es ist für ein bis vier Zauberer im Kampf gegen den dunklen Lord ausgelegt. Das Spiel ist für Spieler ab 11 Jahren geeignet und eine Partie dauert, laut dem Verlag, durchschnittlich 30-60 Minuten. Die Spieler schlüpfen in die Rolle der Filmhelden und durchlaufen mit diesen die 7 Schuljahre. Hierbei werden sie jedes Jahr mit neuen Widersachern konfrontiert und müssen sich gegenüber dem dunklen Lord behaupten. Die Zauberlehrlinge erlangen neue Zaubersprüche, einzigartige Gegenstände oder rekrutieren Verbündete.

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Kein Jahr ähnelt dem nächsten und so wird das Spiel von Partie zu Partie anspruchsvoller. Es gilt, neue Regeln zu meistern und sich neuen Widersachern zu stellen. Gelingt es den Spielern, alle vorhandenen Gegner auszuschalten, bevor diese die, aus den Filmen bekannten, Schauplätze überrennen, gehen sie siegreich aus der Partie hervor und können sich dem nächsten Jahr widmen. Behalten die Todesser die Oberhand, entscheiden die Spieler, ob sie die Mission wiederholen oder zur nächsten voranschreiten.

 

Expelliarmus!

 

Zu Beginn werden das Spielbrett und die Heldentafeln ausgelegt sowie die Marker sortiert. Anschließend kann die Box, mit der Aufschrift „Jahr 1“, geöffnet werden. Hierin befinden sich die Charakterkarten der Helden, deren Startkarten sowie Karten der Bösewichte, der Schauplätze, der dunklen Künste und die Hogwarts Karten, welche im Laufe der Partie erworben werden können. Nachdem der Aufbau durchgeführt wurde, kann das Spiel beginnen. In HARRY POTTER: KAMPF UM HOGWARTS besteht jeder Zug aus 4 Schritten.

Schritt 1: Eine Karte des Stapels der dunklen Künste wird aufgedeckt und abgehandelt. Dies ist eine Art Eventkarte, welche in der Regel negative Effekte für die Spieler bereithält.

Schritt 2: Dieser Schritt beinhaltet die Ausführung der Fähigkeit des aufgedeckten Bösewichts. Jeder Gegner hat sowohl eine Fähigkeit als auch eine Belohnung, welche die Spieler erhalten, nachdem sie den Bösewicht ausgeschaltet haben. Der Stapel der Bösewichtkarten wird individuell zusammengestellt und vor jeder Partie gemischt.

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Schritt 3: Hier haben die Spieler die Möglichkeit, Karten aus der Hand abzuspielen, Schaden auszuteilen und neue Karten zu erwerben. Hierzu werden die Handkarten des aktiven Spielers abgelegt und dieser erhält die entsprechenden Ressourcen. Schadensmarker können im Kampf gegen die Bösewichte eingesetzt werden und Einfluss wird verwendet, um neue Karten aus der Auslage dem Deck hinzuzufügen.

Schritt 4: Nun wird kontrolliert, ob die Bösewichte die entsprechende Anzahl an Todessersymbolen auf den Schauplätzen liegen haben, um diese zu überrennen. Zusätzlich wird geschaut, ob der Bösewicht ausgeschaltet wurde. Anschließend wird die Auslage aufgefüllt. Danach werden überschüssige Ressourcen von der Charaktertafel entfernt und 5 neue Handkarten vom Charakterstapel gezogen.

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Sinken die Lebenspunkte eines Charakters auf 0 ist dieser nicht tot, sondern fällt stattdessen in Ohnmacht. Danach werden die Lebenspunkte regeneriert, allerdings wird dem aktuellen Ort ein Todessersymbol hinzugefügt, wodurch dieser leichter überrannt werden kann. Eine Partie endet, nachdem alle Bösewichte besiegt wurden oder nachdem alle Schauplätze von Todessern überrannt wurden. Jede anschließende Partie beginnt mit neuen Karten und zusätzlichen Regeln.

 

Qualität statt Quantität

 

Das Spiel ist weder überfüllt mit Material noch hat es an diesem gespart. Zunächst möchte ich auf das Spielbrett eingehen. Dieses ist schlicht gehalten, bietet jedoch trotzdem eine sehr schöne Übersicht. Jeder Kartenstapel hat hier seinen eigenen Platz, wodurch alles sehr aufgeräumt wirkt. Nur das generelle Design des Brettes hätte ein wenig mehr Farbe vertragen können. Ansonsten bietet das Spiel hochwertige Karten mit tollen Illustrationen. Der wahre Eyecatcher jedoch sind die Todessersymbole, die aus Eisen bestehen und somit viel mehr hermachen als das übliche Material.

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Die Anleitung bereitete mir bereits beim Lesen sehr viel Freude. Sie ist schnell durchgearbeitet und wunderbar mit Bildern bestückt, sodass keine Fragen offenbleiben. Nachdem das Spiel aufgebaut wurde, sollte direkt losgespielt werden, da das Spiel während des Spielens erlernt werden kann. Darüber hinaus sind alle Eventualitäten anhand von Beispielen erklärt. Die Anleitung selbst ist aus dicker Pappe gefertigt und auf der letzten Seite befinden sich Fächer, die für die Verwahrung der Zusatzregeln aus den einzelnen Jahren gedacht sind.

Tags: 30-60 Minuten, Storytelling, Kampagne, Fantasy, 2-4 Spieler, Deckbauspiel

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