TEST // ESCAPE THE DARK SECTOR

TEST // ESCAPE THE DARK SECTOR - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

ESCAPE THE DARK SECTOR schafft genau das, was es verspricht. Eine tolle, dichte Sci-Fi-Horror-Atmosphäre kombiniert mit einem einfachen und schnell gespielten Spiel. Das Thema ist passend umgesetzt. Ständig begleitet einen das Gefühl von Gefahr und Enge, da beinahe jede aufgedeckte Karte eine neue Bedrohung bedeutet und das Lebenspunktekonto beständig schmilzt.

Das Spiel ist blitzschnell aufgebaut und es reicht, wenn ein Spieler die intuitiven Regeln kennt. Es kann also direkt losgespielt werden. Die Erklärung kann ganz nebenbei nach und nach stattfinden, ohne dass der Spielfluss beeinträchtigt wird. So können auch Anfänger und Wenigspieler ohne Probleme an das Spiel herangeführt werden.

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ESCAPE THE DARK SECTOR schafft es, einen sehr guten Spannungsbogen aufzubauen. Bei meinen Testspielen war meine Gruppe gegen Ende immer an der Schwelle des Todes und jede Partie wurde knapp gewonnen oder auch verloren. Langeweile durch einen klaren Sieg oder Frustration durch eine vernichtende Niederlage kam nie auf. Nach einem verlorenen Spiel war immer die Motivation da, es noch einmal zu versuchen, um diesmal dem dunklen Ort zu entfliehen.

Zugegeben: Sämtliche Science-Fiction Klischees werden in dem Spiel bedient. Dies ist aber durchaus Absicht und verleiht dem Spiel einen charmanten Trash-Faktor ohne je ins Lächerliche abzudriften. Die wunderschönen schwarz-weiß Illustrationen, die mich an die Spielbücher der 80er-Jahre erinnern, tragen ihren Teil dazu bei.

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Downtime ist so gut wie keine vorhanden. Fast immer sind alle Spieler bei den einzelnen Kapitelkarten involviert, denn diese laden zu regen Diskussionen ein á la: Welcher Lieutenant stellt sich denn nun am erfolgversprechendsten der aktuellen Würfelprobe?

Rein mechanisch funktioniert ESCAPE THE DARK SECTOR wunderbar mit jeder Spielerzahl. Es hat mir jedoch deutlich mehr Spaß gemacht, mich mit Freunden durch die Station zu kämpfen. Aber auch eingefleischte Solo-Spieler mit Weltraum-Affinität kommen durchaus auf ihre Kosten.

Ich hätte mir noch mehr Kapitelkarten gewünscht, da sich bei 16 Karten je Kapitel, von denen pro Spiel 4 zufällig gezogen werden, die Ereignisse schnell wiederholen. Etwas mehr Abwechslung würde das Spiel bereichern. Doch noch während dieser Artikel geschrieben wird, läuft bereits eine Kickstarter-Kampagne mit Erweiterungen, die Fans des Spiels im Auge behalten sollten.

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Achtung! Um das Spiel wirklich genießen zu können, sind gute bis sehr gute Englischkenntnisse erforderlich, da das Spiel sehr textlastig ist. Von einer deutschen Version ist mir leider nichts bekannt.

Spielmechanisch ist ESCAPE THE DARK SECTOR keine Offenbarung und bietet keine wirklichen Innovationen. Der Glücksfaktor ist enorm, da ständig die Würfel entscheiden. Vorausplanung und strategische Möglichkeiten sind auf ein Minimum begrenzt. Doch Überraschung! Das alles empfand ich als Science-Fiction Fan nicht als schlimm, da das Spiel genauso so gedacht ist: ein schnelles, spaßiges und atmosphärisches Weltraum-Spiel, das durch zahlreiche Anspielungen auf das Genre überzeugt. Für alle, die ebenfalls eine Leidenschaft für Star Wars, Battlestar Galactica oder auch The Orville haben, eignet sich dieses Spiel sehr gut als Einstieg oder Absacker für einen schönen Spieleabend.

 

Wertung zum spiel

 

Bilder vom Spiel

Tags: 20-60 Minuten, Press Your Luck, Storytelling, Weltraum, Science Fiction, 1-4 Spieler, Würfelspiel

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