TEST // FUNFAIR

TEST // FUNFAIR

„Die neueste Attraktion, die Achterbahn „Das Grab der Gefahren“, ist endlich fertiggestellt. Die Besucher werden in Massen strömen, da können alle Konkurrenten einpacken!“ In FUNFAIR wetteifern die Spieler:innen darum, den tollsten Vergnügungspark zu errichten und das meiste Geld mit diesem einzunehmen.

 

infos zum spiel

Wir haben FUNFAIR selbst gekauft.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

Tritt ein, bring Geld herein

 

In FUNFAIR versuchen die Spieler:innen durch das Ausspielen von Parkkarten in Form von Attraktionen, Aufwertungen und Personal, den eigenen Vergnügungspark aufzuwerten, möglichst viel Einkommen zu erhalten und Aufgaben zu erfüllen. Hierzu erhalten sie zu Spielbeginn einen Eingang zum Vergnügungspark, 30 Geld, 3 Parkkarten als Starthand und eine besondere Attraktion, die, sobald sie bezahlt ist, eine zusätzliche Aktion in jeder Runde ermöglicht.

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Auf dem Spielplan werden die verschiedenen Kartentypen organisiert. 6 Park-Karten liegen stets offen auf dem Markt aus, der Rest bildet einen Nachziehstapel. Eine aufgedeckte Award-Karte bestimmt ein Ziel zum Spielende, das bei Erreichen mit Siegpunkten belohnt wird. Zusätzliche individuelle Aufgaben können durch Blueprint-Karten erworben werden.

FUNFAIR wird über 6 Runden gespielt. Zu Beginn jeder Runde wird eine Stadt-Karte aufgedeckt, die einen besonderen Effekt für diese Runde vorgibt.

Darauf folgt die Bauen-Phase, in der die Spieler:innen abwechselnd eine Aktion ausführen dürfen. Wer bereits die spezielle Attraktion ausgespielt hat, darf in Summe 4 Aktionen ausführen, die anderen 3.

Die Spieler:innen können Park-Karten entweder direkt vom Marktplatz oder von der Hand bezahlen und ausspielen. Es gibt 3 verschiedene Kategorien an Parkkarten mit weiteren Unterkategorien. Attraktionen teilen sich auf in Achterbahn, Theater, Imbiss, etc., Aufwertungen in diverse Themen (Piraten, Dschungel, etc.), Gäste-Dienstleistungen und Qualitätsverbesserungen. Außerdem gibt es den Kartentyp Mitarbeiter. Diese können beispielsweise Siegpunkte für bestimmte Attraktionen oder Aufwertungen am Spielende bringen oder das Einkommen am Rundenende erhöhen.

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Die Aufgabenkarten (Blueprints oder Award) erfordern meist bestimmte Kartentypen. Mögliche Ziele sind beispielsweise „Wenn du eine Achterbahn mit mindestens einer Qualitätsverbesserung besitzt, erhalte 10 Siegpunkte. Erhalte weitere 5 Siegpunkte, wenn du ein Theater ausgespielt hast“, oder „Besitze am Spielende die meisten Dschungel-Thema Aufwertungen“.

Aufwertungen haben zusätzlich häufig Effekte, beispielsweise „Erhalte 5 Geld nach dem Ausspielen der Aufwertung“ oder „Du kannst eine Aktion nutzen, um eine Märchen-Aufwertung umsonst zu spielen“.

Es gibt ein Limit von maximal 5 Attraktionen und 3 Mitarbeitern pro Spieler:in. Jede Attraktion kann aber beliebig mit Aufwertungen ausgebaut werden, die unter die Attraktions-Karte geschoben werden.

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Alternativ zum Bauen können Spieler:innen Parkkarten vom Markt auf die Hand ziehen, Gebäude abreißen, eine weitere Aufgaben-Karte (Blueprint) erhalten oder 1 Geld für jede ausgespielte Attraktion nehmen.

Nach der Bauen-Phase folgt die Gäste-Phase mit Einkommen in Form der Eintrittsgelder durch Besucher in Höhe aller auf den ausgespielten Karten angegebenen Sterne. Manche Mitarbeiter bringen möglicherweise zusätzliches Einkommen durch ihre Fähigkeiten ein. Falls die spezielle Attraktion noch nicht gebaut wurde, bezuschussen Investoren diese mit 5 Geld, wodurch der Bau in der nächsten Runde günstiger wird.

Bevor die nächste Runde beginnt, steht Aufräumen an. Die Marktkarten werden mit neuen Park-Karten gefüllt und die Handkarten gegebenenfalls auf 5 reduziert.

Ist die 6. Runde vorüber, gibt es eine Endwertung. Jede Attraktion wird separat gewertet, dabei gilt, je mehr Aufwertungen auf einer Attraktion liegen, desto mehr Siegpunkte erhalten die Spieler:innen. Erreichte Ziele werden gewertet, Mitarbeiter können Siegpunkte bringen und je 2 Geld stellen einen weiteren Siegpunkt dar. Gewinner ist, wer die meisten Siegpunkte hat.

 

Achterbahn und Zuckerwatte erfreut die Seele

 

FUNFAIR besteht hauptsächlich aus den knapp 150 Spielkarten mit ansprechenden Illustrationen, die von durchschnittlicher Qualität sind. Das enthaltene, hochwertige Spielbrett ist nicht unbedingt nötig, hilft aber ungemein, die verschiedenen Kartentypen besser zu organisieren. Der Spielplan ist beidseitig bedruckt und optimiert dadurch die Sicht auf die Spielkarten (sowohl nebeneinander als auch gegenüber sitzend).

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Der Schrittmarker in Form eines Achterbahnwagens sieht schick aus, die Geldchips aus Karton erfüllen ihren Zweck. Vorbildlich ist, dass sogar ein Wertungsblock und ein Bleistift mit Radiergummi im Lieferumfang enthalten sind.

Das Spielmaterial ist in einem recht großen, stabilen Karton verpackt, wobei es locker auch in einer kleineren Spielbox Platz gefunden hätte, wodurch leider unnötig viel Luft im Spielregal verstaut wird.

Die englische Anleitung erklärt die Regeln sehr gut und verständlich mit vielen Bildern auf 12 Seiten. Zusätzlich gibt es 4 englische Spielhilfen.


FUNFAIR ist ein Karten-basiertes Euro-Familienspiel mit Set Collection Elementen.

Die Regeln sind einfach, schnell erklärt und erlauben einen raschen Einstieg in die Gestaltung des eigenen Vergnügungsparks. Und wer wollte das nicht schon immer einmal machen? Das Thema wird dabei durch die bunten Illustrationen stimmig vermittelt.

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Dem Spiel ist anzumerken, dass die Entwickler sich Mühe gegeben haben, die Atmosphäre eines Parks wiederzugeben. Beispielsweise ist der Innenkarton von außen ebenfalls mit schönen Vergnügungspark-Motiven bedruckt und nicht, wie heute leider so häufig üblich, lieblos mit Werbung für andere Spiele.

Die Spielmechanik von FUNFAIR funktioniert grundsätzlich gut und das Spiel kann durchaus unterhalten, allerdings bietet es wenig Neues und schnell schleicht sich das Gefühl ein, alles in ähnlicher Form schon einmal woanders gesehen zu haben.

Dies muss nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, es gibt sicherlich Spieleperlen, die sehr erfolgreich Elemente anderer Spiele kopieren. Im Fall von FUNFAIR allerdings reicht es unserer Meinung nach nicht, um sich aus der Masse der Spiele hervorzuheben.

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Dies ist besonders darauf zurückzuführen, dass alle Spieler:innen kaum interagieren und viel damit beschäftigt sind, zu prüfen, welche Karten benötigt werden, um beispielsweise eine Blueprint-Aufgabe zu erfüllen. Es ist unverständlich, warum die benötigten Symbole zwar auf den Park-Karten, aber nicht auf den Blueprints aufgedruckt sind, denn dies stört den Spielfluss nicht unerheblich. Außerdem würde es mit verschiedenen Farben, Rahmen, Designs etc. deutlich leichter fallen, die verschiedenen Park-Kartentypen, wie Attraktionen, Upgrades und Personal auf einen Blick auseinanderzuhalten. Hierauf wurde leider verzichtet. Da die Kartentexte sehr klein geschrieben sind, ist es zudem kaum möglich, die Spielsituation der Mitspieler:innen zu verfolgen.

Punkten kann FUNFAIR neben der guten Umsetzung des Themas mit vielfältigen Aktionsmöglichkeiten und einem gut funktionierendem Spielmechanismus, der anspornt, immer mehr Punkterekorde zu erreichen. Die Runden können dabei immer wieder leicht unterschiedlich verlaufen, je nachdem, welche Awards, Blueprints oder Mitarbeiter im Spiel sind. Die Spieler:innen müssen stets gut abwägen, welche Investition sich auszahlen wird.

FUNFAIR ist ein solides Spiel, verschenkt aber bezüglich Spielfluss unnötig Potential. Grundsätzlich kann eine Partie aber bei etwa 15 Minuten pro Spieler gut unterhalten. Fans von etwas aufwendigeren Kartenspielen und/oder Vergnügungsparks können durchaus einen näheren Blick drauf werfen.

 

Wertung zum spiel

 

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Tags: 30-60 Minuten, Set sammeln, 2-4 Spieler, Eurogame, Kartenspiel

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