TEST // NINJA SQUAD

TEST // NINJA SQUAD - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

NINJA SQUAD besteht aus drei verschiedenen Spielmodi. Die kooperative erste Hälfte, in der wir uns in den Palast schleichen, um den bösen Shogun zur Strecke zu bringen, ist eher ruhig und besonnen. Hier ist Teamwork und Kommunikation gefragt und es bietet durchaus Unterhaltung, sich an den Wächtern und Laternen vorbei zu schleichen und sich gegenseitig zu unterstützen. Auch unerfahrene SpielerInnen finden hier einen schnellen Einstieg. Allerdings fehlt nach mehreren Runden ein wenig die Herausforderung; in unseren Spielrunden war es dann doch zu einfach, zum Palast zu gelangen. Dabei hätte der Schwierigkeitsgrad recht einfach anpassbar gestaltet werden können, z.B. durch mehr Wachen oder eine kürzere Dauer bis zum Alarm. Dieser Mangel lässt sich allerdings einfach mit Hausregeln lösen.

Überzeugt hat uns vor allem der zweite Teil mit der konkurrierenden Flucht im Morgengrauen, die die meiste Interaktion bietet. Hemmungslos werden ehemals Verbündete in die Arme der Wächter geschubst, Engstellen mit Fallen versehen und andere fiese Tricks angewendet.

 

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Die kooperative Flucht mit den leichten Rollenspielanleihen ist eine interessante Alternative, stellt allerdings auch ähnlich wie der erste Teil keine große Herausforderung dar.

Generell ist die Präsentation des Spiels toll, auch wenn das Cover durch den Comic Stil eher nicht die schöne, eher traditionell gehaltene Illustration der japanischen Gärten, Teiche und Häuser erwarten lässt. Abgerundet wird das Ganze mit der stimmigen Integration der vielen authentischen Hilfsmittel der Shinobi; hier wurde gut recherchiert, da tatsächlich einige dieser Erfindungen den Ninja zugeschrieben werden. Auch dass die japanischen Namen Verwendung fanden, gefiel uns gut.

Taktische Tiefe bietet NINJA SQUAD eher nicht. Der heimliche Einbruch in den Palast und der kooperative zweite Teil gelingen im Normalfall immer und eine erfolgreiche Flucht ist doch zu sehr von den gezogenen Karten abhängig und wer jetzt gerade wen durch seine Hilfsmittel hindert. Dadurch bleibt das Rennen zwar bis zum Ende spannend, aber der Sieg ist doch eher vom Zufall bestimmt.

 

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NINJA SQUAD wird ab 14 Jahren empfohlen, was wohl dem Umstand geschuldet ist, dass die Wächter, auf die wir treffen, gemeuchelt werden. Thematisch geht das somit in Ordnung, spielerisch kann das Spiel sicherlich deutlich früher gespielt werden.

Das Spiel skaliert gut zwischen den 2-4 Spielern und es entsteht kaum Wartezeit. Mit nur zwei Spielern fehlt jedoch etwas Interaktion, da einfach zu viel Platz ist.

In Summe überzeugt NINJA SQUAD, da es sehr gut die Stimmung des historischen Japans einfängt und uns in unsere Mission eintauchen lässt. Die verschiedenen Spielmodi laden zum erneuten Spielen ein und ermöglichen, die Spielweise der jeweiligen Stimmung anzupassen. Die überschaubare Zeit von etwa 30 Minuten je Modus garantiert ein unterhaltsames Spiel für Zwischendurch.

 

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Tags: Wettrennen, Japan, Familienspiel, 1-5 Spieler, Kooperativ, Strategie

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