TEST // THRONE OF ALLEGORIA

TEST // THRONE OF ALLEGORIA - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

Für seinen spielerischen Umfang, braucht das gehobene Kennerspiel wenig Platz auf dem Tisch und ist schnell aufgebaut. Auch die Spieldauer ist angenehm und zwischen den Zügen gibt es keine lange Down-Time.

Optisch passt sich alles dem mittelalterlichen Fantasy-Thema an: Die Verzierungen, die Figurendarstellungen und die Farbwahl erinnern an die Kunst des Frühmittelalters. Das beige in beige ist zwar passend, aber auch nicht gerade ein Eyecatcher auf dem Tisch.

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Die Adelskarten, die den Spielern zu Beginn des Spiels eine individuelle Rolle und ein Haus zuweisen, enthalten lediglich Startwerte und keine Spezialfähigkeiten. Dadurch identifizieren sich die Spieler nicht wirklich mit ihren Rollen.

Dafür springt aber der Funke beim Wettbewerb über. THRONE OF ALLEGORIA ist kompetitiv angelegt, das Agieren mit Spionen und Rittern auf dem Spielbrett gegen die Mitspieler macht Spaß, bleibt aber unter den Erwartungen der im Thema steckenden Interaktion. Wirklich weh tun dem Gegnern weder verlorene Schlachten, die durch den Würfelwurf sehr glücksabhängig sind, noch die Intrige der Spione. Es bleibt bei einer spielerischen Selbstoptimierung. Aber das ist zu verkraften, denn das interaktive Herzstück des Spiels ist ganz eindeutig der Biet-Mechanismus. Hier müssen Taktiken durchschaut, Aktionen reserviert, weggeschnappt und geblufft, Prioritäten gesetzt und Misserfolge einkalkuliert werden. Schön ist dabei, dass auch das niedrigste Gebot über null nicht ganz leer ausgeht und der Bieter wenigstens eine Aktion ausführen kann. Durch das Zurücksetzten der Werte auf den Heimatleisten können sogar noch weitere Aktionen erkauft werden, wodurch immer eine gewisse Unabhängigkeit gegeben ist.

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Schade fanden wir jedoch, dass der Tod der Königin den Spielverlauf nicht wesentlich beeinflusst. Die von da an gültigen Kartentexte unterscheiden sich nicht gravierend von den vorherigen ,,ante mortem“-Anweisungen. Wir hatten uns da einen aufregenderen Twist erhofft.

Generell mögen wir Spiele, die viele unterschiedliche Möglichkeiten und Taktiken beinhalten, an Einflusspunkte zu kommen. Das bietet THRONE OF ALLEGORIA auf jeden Fall. Dadurch ist der Einstieg in das Spiel aber auch nicht ganz einfach. Die vollgepackte und unübersichtliche Spielhilfekarte kann da auch keine Abhilfe schaffen. Die Auftragskarten, die zum Spielende von jedem Spieler offenbart werden, geben jedem Spiel zwar eine strategische Spielrichtung vor, bieten aber dadurch auch Orientierung im Aktionsdschungel und entsprechenden Wiederspielreiz.

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Insgesamt hat uns vor allem der Biet-Mechanismus in THRONE OF ALLEGORIA überzeugt, der auch im Zweipersonen-Spiel sehr gut funktioniert. Hat man alle Aktionsmöglichkeiten nach der ersten Partie durchschaut, lohnt es sich, verschiedene Strategien auszuprobieren. Es verspricht in der Aufmachung allerdings mehr Interaktion, als dann eigentlich drin steckt.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

Tags: 75-150 Minuten, Geheime Ziele, Action-Selection, Auktion/Bieten, Worker Placement, 2-4 Spieler

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