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TEST // BREAK IN - ALCATRAZ

TEST // BREAK IN - ALCATRAZ - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

Was bei BREAK IN – ALCATRAZ definitiv sofort auffällt, ist seine Form. Ein höherer Karton mit kantiger Form, bei dem zum Spielstart nur der Deckel entfernt wird, ist mir bislang noch nicht so untergekommen. Im Verlauf des Spiels wird die Box nach dem Zwiebelprinzip immer weiter geöffnet, wodurch immer mehr Puzzlebereiche freigelegt werden. Eine Idee, die mir durchaus gefallen und klar meine Aufmerksamkeit erregt hat.

Was mir direkt nach dem Anheben des Deckels aufgefallen ist, war der wacklige Aufbau. Dass die Karten mit Klebeband in den Deckel eingeklebt waren, wirkte nicht gerade sonderlich professionell und kann schnell dazu führen, dass der obere Teil der Spielbox heruntergedrückt wird. Die Anleitung ließ uns zu Beginn etwas ratlos zurück, da die Vorgehensweise nur recht vage umschrieben wurde. Das erste Rätsel war dadurch ein wenig zum Ausprobieren und obwohl die Lösung leicht war, mussten wir hier die Lösungshilfe zu Rate ziehen, um das Spielsystem zu verstehen.

Auch bei der einen oder anderen Rätselstellung gab es vereinzelt Situationen, in denen wir uns nicht ganz sicher waren, was von uns verlangt wurde. In der Regel hat die Lösungshilfe gereicht, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Aber Sinn einer Lösungshilfe sollte das nicht sein. Hier muss das Rätseldesign ausreichen. Die erstmalige Aufforderung zum Aufklappen der Box war für unser Verständnis etwas unglücklich umschrieben. Zumindest war uns nicht ganz klar, was genau mit „Öffne die erste Schicht der Schachtel“ gemeint war. Zumal wir zu diesem Zeitpunkt noch vermutet hatten, dass es nur ein Innenleben geben würde.

Beim Rätseldesign ist BREAK IN – ALCATRAZ stark von mathematischen Zahlen und Geometrien geprägt. Wer derartige Rätsel mag, wird hier am ehesten auf seine Kosten kommen. Der Großteil der Rätsel hat uns gefallen und war auch logisch aufgebaut, allerdings gab es auch Rätsel, wie z.B. die Flucht durch Haigruppen, die nur wenig Begeisterung bei uns hervorgerufen hat. Aber dies ist das normale Schicksal eines jeden Escape-Room-Spiels, das bei kleineren Gruppen (in unserem Fall haben wir zu 2. gespielt) immer wieder vorkommen kann.

Das Arbeiten mit der 3D-Box ist am Ende mehr Gimmick als tatsächlich notwendig. Die Rätsel hätten auch komplett auf Karten gepasst und Momente wie das Verfolgen von Rohren hätten sich in flacher Form so wahrscheinlich sogar leichter nachvollziehen lassen können. Beim Spiel zu zweit musste die Box immer wieder gedreht werden, was ich mir im Spiel mit 6 Spielern als sehr anstrengend vorstelle. Als Gimmick ist die 3D-Box auf jeden Fall sehr interessant und definitiv ein Eyecatcher. Für das Spiel hätte ich mir allerdings gewünscht, dass die 3D-Form mehr ins Spiel integriert worden wäre.

Was mir beim Spielen mit der Box auch nicht sonderlich gefallen hat, ist, dass zu Beginn des Spiels Alcatraz auf der 3D-Box vom Wasser aus zu sehen ist. Umso weiter die Spieler der Lösung näherkommen, umso mehr wird das Modell aufgeklappt. Dadurch werden zunächst Bereiche aus dem Gefängnistrakt gezeigt, später dann aber auch wieder Ecken außerhalb des Zellentraktes. Während es physisch also gefühlt weiter nach Alcatraz rein geht, bewegt sich die Handlung wieder raus. Sonderlich immersiv fühlte sich das nicht für mich an.

Was mir gefallen hat an BREAK IN – ALCATRAZ ist der Weg durch das Spiel und die Story. Nachdem das Prinzip erst einmal verstanden war und die verschiedenen Arten der Lösungsüberprüfung verinnerlicht waren, führte die Geschichte uns gradlinig von Rätsel zu Rätsel. Nur selten musste eine Karte aus der Vergangenheit bemüht werden, die Story entwickelte sich stets interessant weiter und der Einbruch, der zum Ausbruch wird, verstand es gut, uns die Geschehnisse spannend miterleben zu lassen.

Nach unserer erfolgreichen Flucht von Alcatraz bin ich mir noch nicht ganz sicher, was ich nun schlussendlich von BREAK IN - ALCATRAZ halten soll. Die Rätsel waren zu einem großen Teil interessant gestaltet, manche haben aber auch genervt. Der Einstieg war anstrengend, im weiteren Spielverlauf fluppte es dann wiederum ganz gut. Die Idee mit der 3D-Box nebst deren Aufklappen ist interessant, stellte sich für mich spielerisch allerdings als weitgehend aufgesetzt heraus. Ich denke, die BREAK IN-Reihe hat durchaus Potential. Der erste Schritt ist ordentlich, allerdings gibt es noch einiges an Feinschliff, der benötigt wird. Das fängt bei der Verpackung der Karten an, geht über die Anleitung und bedarf nicht zuletzt einer besseren Einbindung der 3D-Box in die Rätsel. Wenn dies alles gelingt, könnte die Reihe durchaus eine Zukunft haben.

 

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Tags: Escape Room, 1-6 Spieler, Solospiel

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